Malerei ist ein wesentlicher Teil ihres Lebens

Von: Georg Schmitz
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Zwischen Öl und Acryl: Die Künstlerin Karin Thiel aus Geilenkirchen hat sich seit ihrer Kindheit mit der Malerei beschäftigt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Wenn man weiß, wie das Werkzeug eingesetzt werden muss, kommt man seinem Ziel näher”, sagt Karin Thiel. Die Geilenkirchenerin ist leidenschaftliche Malerin, weiß, wie sie Pinsel und Spachtel für ihre Werke einsetzt und hat bis heute ihr Ziel noch nicht erreicht.

Das muss wohl so sein, denn: „Wenn man das Ziel erreicht hat, ist Ende”, philosophiert Karin Thiel.

Am Ende ist die Künstlerin aber noch lange nicht angekommen. Als Kind habe sie schon gerne gemalt: „Ich hatte immer den Drang, etwas darzustellen.”

Heute nimmt die Malerei in ihrem Leben einen großen Raum ein. Karin Thiel ist Mitglied im Künstler-Forum Übach-Palenberg, lebt in Geilenkirchen, ist verheiratet und hat drei Kinder. Mit der intensiven Malerei begann sie 1993 und seitdem hat sie durch zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen auf sich aufmerksam gemacht.

Wenn ihr schon in jungen Jahren das Talent in die Wiege gelegt worden war, gab sich Karin Thiel nicht mit ihren autodidaktischen Fähigkeiten zufrieden. Namhafte Künstler vermittelten ihr im Laufe der Jahre das Wissen über verschiedene „Fachgebiete” der Malerei.

Thiel befasste sich mit Zeichnen, Öl-, Acryl- und Aquarellmalerei. Zu ihren „Ausbildern” zählen Jochen Jung und Hermann Josef Mispelbaum ebenso wie Prof. Dieter Crumbiegel.

Aktuell „zaubert” Karin Thiel Öl und Acryl mit Pinsel und Spachtel auf die Leinwand. Dabei bestimmt stets die Farbe das Thema. Für Karin Thiel ist der Einfluss von Licht mitbestimmend für die Gestaltung des Bildes. „Farbe braucht unbedingt Licht, ohne Licht ist Farbe nichts”, gewichtet sie die Bedeutung von Licht. Ungünstiges, anderes Licht verändere die Farbe. Deshalb bevorzugt die Künstlerin beim Malen Verhältnisse wie bei Tageslicht.

In dem hell erleuchteten Atelier im Geilenkirchener Postgebäude spielt sich für Karin Thiel ein Großteil ihres Schaffens ab. Hier steht die Staffelei mit der weißen Leinwand, die es alsbald mit viel Farbe auszufüllen gilt.

Thiel erinnert sich, dass die Bilder im Laufe ihrer Schaffenszeit immer größer wurden. Aber für den Transport sollten sie schon in einen Personenwagen reinpassen. „Malen ist reizvoll und spannend”, berichtet Karin Thiel und ist sich sicher, dass es vom Alltag ablenkt. Die Motivation nehme sie aus der Malerei selbst und die Bilder entstünden erst durch den Malprozess. Erst nach der Vollendung finde eine Namensgebung statt.

Thiel: „Meine Bilder sind abstrakt und finden ihren Ursprung in der informellen Malerei. Das Informelle eröffnet mir die totale Freiheit meines künstlerischen Schaffens.” Da ist die Fülle von Zeichen, Spuren und instinktiven Pinselstrichen zu finden, welche den Raum ihrer Bilder zu füllen vermögen.

Feine Linien und Balken

„Meine Bilder erzählen keine politischen oder anekdotischen Geschichten, sondern sie veranschaulichen eine eigene Wirklichkeit”, erklärt Thiel. Sie male spontane Farbüberlagerungen und korrigiere das Bild so lange, bis Homogenität und ein Farbklang entstehe. Sie lege dabei das Gewicht auf eine bestimmte Farbe, lasse andere Farben zurücktreten und setze als Gestaltungselement bewusst feine Linien und Balken ein.

„Dadurch entsteht Spannung, Ordnung, Teilung - das Chaos der Farbschichten wird gezügelt, es ergeben sich Räume, Farblandschaften und Spannungsfelder”, erläutert die Künstlerin. Der Betrachter mache sich ein Bild vom Bild. Ein Bild wirke unterschiedlich auf verschiedene Menschen.

Weit mehr als 100 Werke hat Karin Thiel bis heute gefertigt, und es werden in den nächsten Jahren sicherlich noch viele Bilder hinzukommen.
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