Alsdorf/Übach-Palenberg - Maikundgebung der Gewerkschaft: „Knochen nicht mehr hinhalten“

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Maikundgebung der Gewerkschaft: „Knochen nicht mehr hinhalten“

Von: mabie
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Mehr als 300 Gäste waren zur Kundgebung anlässlich des 1. Mai in den Alsdorfer Burgpark (Bild) gekommen. Foto: Markus Bienwald

Alsdorf/Übach-Palenberg. Mit Engagement und deutlichen Worten samt dem eindeutigen Tenor, dass die Gewerkschaften ihren Stellenwert in der Arbeitswelt behalten werden, schloss Dennis Radtke seine Rede bei der zentralen Maikundgebung der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) in Alsdorf.

Die rund 300 Gäste auch aus Übach-Palenberg waren nicht nur gekommen, um eine gesellige Zeit bei Kaffee oder Gegrilltem zu genießen. Auch die Rede Dennis Radtkes, Gewerkschafts-Sekretär im Bezirk Alsdorf und Kandidat für das Europaparlament, genoss die Aufmerksamkeit der Besucher.

Er wandte sich mit aktuellen Stichworten wie Mindestlohn, Rente und Werkverträge an das mit viel lokaler Prominenz besetzte Publikum. Dass die Rente nun im Alter von 63 Jahren möglich sein soll, fiel bei Radtke auf fruchtbaren Boden. „Denn wer 45 Jahre lang gebuckelt hat, hat wohl das Recht zu sagen: Jetzt halte ich meine Knochen nicht mehr hin.“ Dringenden Handlungsbedarf machte er allerdings bei der Erwerbsminderungsrente aus. Es könne nicht sein, dass Menschen sich körperlich durch ihr tägliches Tun aufbrauchten und dann am Ende nur eine geringe Rente übrigbleibt.

Den Mindestlohn sah er längst überfällig an, „selbst die Arbeitgeber wollen ihn“, so Radtke. Jene, die meinen, der Mindestlohn schade nur, rief er zu, dass Modelle, die nur für wenige Menschen in der Arbeitswelt funktionieren, nicht gebraucht würden. Und beim Werkvertrag forderte er mehr Mitbestimmung.

„Noch viel zu tun“

In einem Jahr, in dem sich zum 100. Mal der Beginn des Ersten Weltkriegs und zum 75. Mal der Beginn des Zweiten Weltkriegs jährt, sei zwar innerhalb des geeinten und befriedeten Europas schon viel erreicht worden. „Doch auch beim Thema Europa bleibt noch viel zu tun“, so Radtke. Die Bürger würden mit ihrer Stimme am 25. Mai auch ein Votum für fundamentale Entscheidungen gerade im Bereich der Energie und der Industrie fällen. „Die Industrie ist ein Rückgrat des Wohlstandes“, sagte Radtke.

Auch zur Braunkohle hat Radtke deutlich gemacht, wo bei den Gewerkschaften „der Hammer“ hängt: „Wer die Finger an die Braunkohle legt, der kriegt was auf die Pfoten, mit dem Rohrstock“, bekräftigte Radtke. Als er abschließendes „Glückauf“ wünschte, griff der Erste Aachener Akkordeonclub in die Tasten und sorgte für einen musikalischen Ausgleich zum politischen Teil des Tages.

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