Gangelt-Breberen - Männer diesmal nicht erwünscht

Männer diesmal nicht erwünscht

Von: hama
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Vollbesetzt die Bürgerhalle in Breberen. Die „Thunderbirds” kamen mit einem fliegen Teppich. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Breberen. Nicole Deckers war als Ei eine oskarverdächtige Entdeckung beim bunten Abend der Frauengemeinschaft Breberen, Hermann Maassen an seinem Geburtstag der große Verlierer. Das Ei erhielt Szenenapplaus, Hermanns Geburtstagstore wurde in Sekundenbruchteilen pulverisiert.

So lässt sich der fast vierstündige Bogen spannen, den viele Frauen aus nah und fern in der vollbesetzten Breberener Festhalle erlebt haben. Zu den Erkenntnissen des Abends gehört noch, dass Lehrer grundsätzlich doof sind („Schulstunde bei Lehrer Lämpel”), Statuen in Breberen keine ruhige Minute haben („Die Statue”) und die „Blues Sisters” besser „Black Sisters” heißen würden.

Die „Sisters” legten jedenfalls mit ihrem Auftritt die Messlatte hoch und trafen auf ein begeistertes Publikum mit ihrer Schwarzlicht-Darbietung.

Fünf Frauen, ganz in Schwarz gehüllt, ließen ihre Flamingopuppen zu kernigen Rhythmen tanzen und singen und bewiesen, dass es gar nicht soviel braucht, um einmal frischen Wind in das Programm einer Karnevalsveranstaltung zu bringen. Breberen ist eine Hochburg der Tanzgruppen. Gleich drei davon bereicherten den bunten Abend.

Die „Thunderbirds” ließen sich diesmal als Chinesinnen feiern, die „Ladykracher”, die Frauen aus dem Musikverein, farbenprächtig und tanzbegeistert als Mary Poppins. Apropos Musikverein: Büb Meulenberg als Dirigent, die musizierenden männlichen Mitglieder sowie Kellner und Bonverkäufer waren an diesem Abend als werktätige Männer geduldet.

Nur einer kam durch

Nur einer aus der Gattung Mann schaffte es auf die Bühne: Michael Mobers durfte bei Mary Poppins ein paar Mal auf die „dicke Tromm” hauen. Als Clowns rundeten „Cheebone” die Darbietungen der Tanzgruppen ab.

Man erfuhr weiter, dass Werner Nießen im Dorf ein angesehener Landarzt ist, der ein oder andere sich aber an der Praxisgebühr stört. Das geht dann soweit, dass der Doktor erst gerufen wird, wenn der gute Gatte schon eine Woche nicht mehr atmet. Wie gesagt, Männer spielten an diesem Abend eine untergeordnete Rolle und der Vorstand der Frauengemeinschaft glänzte bei dem Stück „Der eingebildete Kranke”.

Hier gab es ein ebenso tobendes Publikum wie beim „Papstbesuch”, den Klara Meiers als Frommste in der Pilgerschar in den Sand gesetzt hatte und Elfi Steegers als Pastor Graaff nun die die Kohlen aus dem Fegefeuer holen sollte. Musikalisch begleitete „Zickenalarm” die Männer auf ihrer Lebensreise. Es begann mit „17 Jahr, blondes Haar” und endete kläglich „Mit 66 JahrenÉ”

Man lernte an diesem Abend außerdem noch, dass man bei einem GEZ-Kontrolleur nicht zu viele Werbesprüche kennen sollte und warum Hermann Maassen zukünftig gar nicht mehr unbedingt eine „richtige” Torte zum Geburtstag haben will.
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