Gangelt - Lokaler Teilhabekreis: Was dem Einem dient, dient allen Menschen

Lokaler Teilhabekreis: Was dem Einem dient, dient allen Menschen

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Die Interviewpartner aus vier weiteren Lokalen Teilhabekreisen mit Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes (r.), und Jörg Driessen (2.v.r.), Projektleiter Gangelter Einrichtungen.

Gangelt. „Was wünschen Sie sich? Was sind Ihre Anliegen?“ Diese Fragen stellte Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, den rund 50 Teilnehmern anlässlich der Auftaktveranstaltung des Lokalen Teilhabekreises Gangelt im Klostertreff der Gangelter Einrichtungen.

Die Sozialarbeiterin hatte in Erfahrung bringen wollen, mit welchen Themen sich der Arbeitskreis in Zukunft auseinandersetzen möge, um die Bedingungen für Menschen mit einem Handicap, einer Behinderung, zu verbessern, damit diese am Gemeindeleben gleichberechtigt teilhaben und teilnehmen können.

Bärbel Windelen erläuterte der Runde zunächst, dass der Lokale Teilhabekreis (LTK) schon der fünfte seiner Art im Kreis Heinsberg sei. Seit 2010 gibt es einen LTK in Geilenkirchen, seit 2011 einen in Hückelhoven, seit 2012 jeweils einen in Erkelenz und Heinsberg.

In der Organisation dieser Lokalen Teilhabekreise kooperieren die Gemeindesozialarbeit des Caritasverbandes und die KoKoBE – die Koordinations-, Kontakt- und Bera-tungsstelle für den Kreis Heinsberg – sehr eng.

In Gangelt wurde der Lokale Teilhabekreis von Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windelen und Jörg Driessen, Projektleiter der Gangelter Einrichtungen, initiiert. In deren Händen soll auch zukünftig die weitere Begleitung des Teilhabekreises Gangelt liegen, hieß es aus der Versammlung.

Grundsätzlich handelt es sich bei dem Lokalen Teilhabekreis Gangelt um einen Arbeitskreis, in dem sich Menschen mit und ohne Behinderung treffen, um die Gemeinde Gangelt auf diese Weise mitzugestalten, dass dort alle Menschen „gut leben sowie am Gemeindeleben gleichberechtigt teilhaben können“, so eine Kernaussage.

Konkret soll das heißen, dass vor allem Menschen mit einer Behinderung oder einem Handicap selbst sagen, was sie brauchen. „Sie sind die Experten. Sie wissen, was ihnen dient und für sie notwendig ist“, betonte Bärbel Windelen.

Über die Ideen und Vorschläge wird beraten und abgestimmt, anschließend damit begonnen, sie in die Realität umzusertehn. Ziel jeder Veränderung sei, in der Gemeinde die Bedingungen für Menschen mit Behinderungen zu verbessern, damit „ein gutes Leben“ möglich ist, so Bärbel Winde­len. Zu diesen Veränderungen gehöre, dass Menschen ihre Mitmenschen mit Behinderungen wahrnehmen, deren Talente und Fähigkeiten erkennen – und nicht nur deren Handicaps –, sowie aufmerksamer und einfühlsamer für deren Belange und Fähigkeiten werden. „Denn was dem Menschen mit Behinderung dient, dient jedem Menschen“, sagte Bärbel Winde­len.

Über ihre Motivation, sich im Lokalen Teilhabekreis zu engagieren, berichteten Rainer Wild, Wilfried Ueberschar, Wolfgang Knebe, Marlon Ermler, Ralf Derichs und Dagmar Terschanski aus den bereits bestehenden Teilhabekreisen in der Nachbarschaft. Sie bestätigten, dass es darum geht, sich zusammen dafür zu engagieren, damit es den Menschen mit Behinderung besser geht. Als Stichworte fielen die Begriffe Integration durch Kontakt nach außen, Barrierefreiheit, Vernetzung mit anderen und Rollstuhl-Einkaufswagen.

Da fiel es den Teilnehmern des LTK Gangelt nicht mehr schwer, ebenfalls ihre Anliegen vorzutragen. Auch hier ging es beispielsweise um Barrierefreiheit. Hinzu kamen Punkte wie die Verbesserung der finanziellen Situation und Unterstützungsmöglichkeiten, Sicherheit auf der Straße und im Verkehr, eine leichte verständliche Sprache, Integration in Vereinen, Freizeitangebote sowie mehr Wohnungsangebote für Behinderte.

Alle diese Stichworte und Anliegen wurden in der Runde notiert, auf dass sie in naher Zukunft abgearbeitet werden können.

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