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Lob für den neuen Leiter des Carolus-Magnus-Gymnasiums

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Der neue und der alte Schulleiter: Erwin Berkemeier (r.) wünschte seinem Nachfolger Dr. Hans Münstermann für sein berufliches Schaffen alles Gute. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Der neue Leiter des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG), Dr. Hans Münstermann, wurde am Freitag feierlich in sein Amt eingeführt. Neun Redebeiträge und vier musikalische Aufführungen forderten die ganze Aufmerksamkeit der über 300 Zuhörer im Pädagogischen Zentrum des Schulzentrums.

Wobei die Big Band der Schule sowie Solisten der Schülerschaft und des Lehrerkollegiums für den instrumentalen und vokalen Teil verantwortlich zeichneten. Tosender Beifall für den vor zwei Monaten verabschiedeten Schulleiter Erwin Berkemeier zeugte von dessen Beliebtheit.

Der Neue von draußen

„Liebe Münstermanns”, begann stellvertretender Schulleiter Friedhelm Schell seine Ansprache. Alle haben anfangs wissen wollen, wer denn dieser Münstermann, der dem Berkemeier folgt, sei. Er sei noch wenig bekannt, aber, so die Meinung: „Können tut er ja vermutlich was.” Jetzt, nach einigen Wochen, könne er, Friedhelm Schell, zu Münstermann sagen: „Sie haben nicht gezaudert, sondern beherzt in den Schulbetrieb eingegriffen.” Seine Kernaussage umriss Schell so: „Mit Beginn des Schuljahres kann sich das Carolus-Magnus-Gymnasium eines völlig normalen Schulbetriebes erfreuen.”

Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll hieß den neuen Schulleiter in Übach-Palenberg „offen, ehrlich und herzlich” willkommen: „Wir im Rathaus sind der festen Überzeugung, dass Sie der richtige Steuermann sind, um dieses Gymnasium in Zukunft zu führen.” Die Schulen im Allgemeinen und das Carolus-Magnus-Gymnasium im Besonderen seien im Wandel begriffen. Und da könne es nicht schädlich, sondern eher förderlich sein, mal einen „Neuen von draußen” zu holen und über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Schmitz-Kröll: „Mit frischem Wind und neuen Ideen und Denkanstößen, mit anderen Aufgabenschwerpunkten und Herangehensweisen wird sicherlich auch der eine oder andere neue Akzent gesetzt.” Dies heiße aber auf gar keinen Fall, dass der Status quo schlecht sei und dringender Handlungsbedarf bestehe oder jetzt alles umgekrempelt werden müsse.

Schmitz-Kröll ging kurz auf die Veränderungen in der Schullandschaft mit Nachmittagsunterricht und Abitur nach acht Jahren ein. Mit Dr. Münstermann finde sich ein erfahrener Pädagoge, der den neuen Anforderungen gewachsen sei: „Wir sind fest überzeugt davon, dass Sie der richtige Mann zur richtigen Zeit für unser Gymnasium sind.”

Der Leitende Regierungs-Schuldirektor beim RP in Köln, Dr. Martin Kupsch, nannte Hans Münstermann mit beeindruckenden persönlichen, fachlichen und administrativen Fähigkeiten und Erfahrungen ausgestatteten Menschen. Münstermann habe vier Fakulten - in Geschichte, Deutsch, Latein und Griechisch - erworben. An verschiedenen Schulen, an der Universität Köln und als Fachberater bei der Bezirksregierung habe der neue Schulleiter in sehr unterschiedlichen Feldern von Bildung und Erziehung Erfahrungen sammeln können.

Kupsch: „Als Vater von vier Kindern haben Sie natürlich auch intensive Einblicke in die pädagogischen Basisaufgaben nehmen können.” Auch das Handwerkliche sei Münstermann nicht fremd, sei er doch als geprüfter Bäckermeister mit allen Tätigkeiten des Mischens, Knetens, Formens und Backens vertraut. Nach einigen weiteren Ansprachen und besten Wünschen ergriff Oberstudiendirektor Dr. Hans Münstermann selber das Wort.

„Lasse ich jetzt mal die Hochglanzpädagogik weg und komme zu etwas anderem, was mir wichtig ist, begann er seine lockere Rede. Sich seiner Familie zuwendend, gab er zu bedenken, dass es unglaublich wichtig sei, „wenn zu Hause ein paar Leute auf mich warten, die für mein Leben bedeutender waren als berufliche Querelen.” Er habe in dieser Zeit nicht nur die Rückendeckung der Familie genossen, sondern auch gelernt, sich von keiner Nervensäge aus der Ruhe bringen zu lassen. „Ich kann nur sagen, jeder Schulleiter sollte mehrfacher Vater sein”, sagte Münstermann sehr zur Erheiterung der Zuhörer.

Vieles drehte sich bei der Rede von Münstermann um den Begriff „Dauert es noch lange?” Dies bezog sich nicht nur auf seine Ansprache, sondern auf viele tägliche Verhaltensweisen. Einem Schüler, der diese Frage nicht stelle, bereite beispielsweise der Unterricht Spaß. Die Frage sich selbst stellend, meinte Münstermann: „Objektiv noch 17 Jahre. Bis zur Rente. Ich werde diesen Monat 50. Sind 17 Jahre lange? Für mich, hoffentlich subjektiv nicht.”
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