Linke wollen Manfred Offermanns nicht haben

Von: fw
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Übach-Palenberg. Manfred Offermanns, einziger liberaler Vertreter im Übach-Palenberger Stadtrat und Kreistagsabgeordneter, bläst immer mehr der kommalpolitische Wind ins Gesicht.

In der Übach-Palenberger FDP fordert man seinen Parteiausschluss - eine Entscheidung des Bundesschiedsgerichtes der FDP in Berlin ist für September zu erwarten.

Am vergangenen Freitag hat ihm auch die Partei Die Linke überaus deutlich zu verstehen gegeben, dass man ihn nicht haben will. Sein Aufnahmeantrag wurde vom Kreisvorstand der Linken einstimmig abgelehnt. Man habe ihm in mehreren Gesprächen klargemacht, dass es Vorbehalte in der Partei Die Linke gegen Mitglieder aus der FDP gebe, die sich noch vor geraumer Zeit öffentlich zu den politischen Inhalten und Zielen der Liberalen bekannt hätten.

„Gleichwohl strebten Sie sowohl den Reservelistenplatz 1 der Übach-Palenberger Ratsliste, ein Kreistagsmandat als auch den Vorsitz im noch zu gründenden Übach-Palenberger Linken-Ortsverband an”, werfen die Linken Offermanns vor.

In intensiven und offenen Gesprächen habe der Kreisvorstand zu erkennen gegeben, dass ein verstärktes Eintreten von „Offermanns-Freunden” und ehemaligen FDP-Mitgliedern nicht zu einer „Zerschlagung der bestehenden Struktur der in einem politischen Stammtisch arbeitenden Ortsgruppe Übach-Palenberg” führen dürfe.

„Um dies sicherzustellen und um eine Zustimmung der Mitgliedschaft des Kreisverbandes zu erreichen, wurde mit Ihnen eine gemeinsame Vorschlagsliste für die Reserveliste des Rates bis Platz 4 als Möglichkeit angedacht, die eine ausgewogene Berücksichtigung der ,alten´ Ortsgruppe und den neu hinzugekommenen Mitgliedern vorsah. Sie erklärten ausdrücklich Verständnis und Zustimmung zu dieser Vorschlagsliste”, konstatieren die Linken.

Das folgende Stammtisch-Treffen, in Übach-Palenberg am 9. April, habe den Linken indes gezeigt, dass Manfred Offermanns überhaupt nicht daran denke, sich an die mit dem Kreisvorstand getroffenen Vereinbarungen zu halten.

„Nicht zuletzt aufgrund Ihres Agierens haben Sie unsere Befürchtungen bestätigt, dass Sie die Struktur der Linken nur benutzen wollen, um eine FDP-Abspaltung ohne die sonst notwendigen Unterschriften für die Wahlvorschläge in den Stadtrat zu bringen”, fahren die Linken schwere Geschütze gegen den Übach-Palenberger Ratsherrn auf.

Sein Ziel sei es, aussichtsreiche Listenplätze für sich und seine engsten Anhänger zu ergattern. „Einen Missbrauch der Parteistruktur durch Trittbrettfahrer kann der Kreisverband aber nicht dulden. Diese Fakten führten auch schon im März zur Absetzung der Wahlversammlung für die Nominierung der Wahlvorschläge für die Stadtratswahl 2009.”

Widerspruch möglich

Gegen die Entscheidung des Kreisvorstandes kann Offermanns Widerspruch bei der Schiedskommission des Landesverbandes der Linken in Düsseldorf einlegen.

Eine Stellungnahme von Manfred Offermanns war am Dienstag nicht zu bekommen.
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