Leuchtende Punkte in Weiß auf Heidegrund

Von: g.s.
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Er sieht schon verführerisch aus, der Fliegenpilz hier in der Teverener Heide. Aber dessen Giftigkeit ist wohl jedem seit Kindesbeinen bekannt. Deshalb: nur anschauen, nicht anfassen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Ein auffälliger Gast macht sich in diesen Zeiten in der Teverener Heide bemerkbar: der Fliegenpilz. Wunderschön anzusehen, aber man sollte doch die Hände davon lassen. In der Herbstzeit leuchten die weißen Punkte auf rotem Untergrund dem Menschen an vielen Stellen entgegen. In der Teverener Heide begegnet den Wanderern diesem „Aminata Muscaria“, so der botanische Name des Fliegenpilzes

Mit ausgedehntem unterirdischem Wurzelgebilde, dem Mycelium, sind Pilze praktisch überall dort zu finden, wo Bäume, Sträucher, Blumen und Gräser gedeihen. Der größte Artenreichtum an Großpilzen kommt jedoch in Wäldern vor. Mit seinen weißen Punkten (Velumflocken) auf rotem Grund an weißem, zylindrischen Stiel ist der Fliegenpilz ein attraktiver, besonders auffallender Pilz.

Das als giftig bekannte Gewächs ist nur einer von 5000 Großpilzen in Mitteleuropa, übt aber aufgrund seines auffallenden Aussehens einen besonderen Reiz auf Menschen aus.

Der Hut des von Juli bis November besonders unter Fichten und Birken vorkommende Fliegenpilz hat einen Durchmesser von fünf bis 15 Zentimetern. Der Stiel wird bis zu 20 Zentimeter lang und ist 1,5 bis 3 Zentimeter dick. Die Lamellen sind weiß.

Seine giftige Wirkung nach einem Verzehr ist unbestritten, jedoch bei erwachsenen Menschen selten tödlich. In manchen Kulturen werden die Wirkstoffe des Fliegenpilzes als Rauschmittel genutzt. In unseren Regionen erfreut sich der Mensch eher an dem Anblick des „weiß Getupften“, und aufgrund seines Bekanntheitsgrades würde vermutlich kaum jemand auf die Idee kommen, sich mit Fliegenpilzen eine Mahlzeit zuzubereiten.

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