Laschet oder Röttgen: Wen favorisiert die Basis?

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen/Übach-Palenberg/Gangelt. Wem gehört die Gunst der CDU-Basis? Armin Laschet oder Norbert Röttgen? Freitag, Aachen, die sechste Regionalkonferenz der NRW-CDU. Dort und dann stellen sich die beiden Bewerber für den CDU-Landesvorsitz dem hiesigen Parteivolk vor. Wir fragten im Vorfeld bei gestandenen Christdemokraten nach, wen sie favorisieren.

„Ganz klar Laschet.” Gerd Gudduschat, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Übach-Palenberger Stadtrat, antwortet spontan. „Ich kenne ihn aus der politischen Arbeit, die mich überzeugt hat.” Er sei zudem, das sollte man bedenken, ein Mann der Aachener Region, der die Probleme der Menschen auch als ehemaliger Europaabgeordneter und NRW-Minister sehr gut kenne. Und er sei ein echter Sympathieträger, der die Partei besser führen und mitnehmen könne als sein Kontrahent.

Dr. Heinz Breickmann, Vorsitzender des Gangelter CDU-Gemeindeverbandes, indes hat seine „persönliche Präferenz”, und die fällt ohne Wenn und Aber zugunsten von Norbert Röttgen aus. „Der Umweltminister kann in der Bundespolitik auf Erfolge verweisen und bringt eine bundespolitische Kompetenz mit. Außerdem verfügt er über wichtige Beziehungen nach Berlin.”

Laschet sei zweifelsfrei auch eine „gute Wahl”, räumt Breickmann ein; er wagt die Prognose, dass die Personalentscheidung - die bei den Mitgliederbefragungen und beim Landesparteitag im Herbst fällt - ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird. „Es wird keine großen Stimmen-Überhänge für den einen oder anderen geben”, ist sich Gangelts CDU-Chef sicher. „Man sollte nicht vergessen, dass der Kandidat, auf den die Wahl am Ende fällt, auch der künftige Ministerpräsident von NRW sein könnte. Und da favorisiere ich Norbert Röttgen.”

Josef Fröschen, Ratsherr und CDU-„Urgestein” in Übach-Palenberg, bricht auch eine Lanze für Armin Laschet: „Klar, er stammt aus unserer Region. Er hat sich bei seiner Karriere eindeutig für Nordrhein-Westfalen entschieden. Und das sollte man unterstützen.”

Heinrich Aretz, der CDU-Veteran aus Gangelt-Birgden, zudem CDU-Ehrenvorsitzender und Ehrenbürgermeister Gangelts, sagt ebenso deutlich Ja zum Mann aus Aachen: „Laschet hat die Nähe zur Region, und er hat die Bürgernähe. Warum sollten wir einen Berliner wählen?” Laschet sei zweimal auf Stippvisite in Birgden gewesen, da habe er durchaus überzeugt.

Der „Heimat-Bonus” Laschets spielt auch für Franz-Michael Jansen, den Vorsitzenden des Geilenkirchener CDU-Stadtverbandes, die entscheidende Rolle: „Natürlich stehe ich hinter dem Politiker aus dem eigenen Bezirksverband. Beide Bewerber sind sich programmatisch ähnlich. Doch Laschet ist in Düsseldorf, im Landtag vor Ort und geeigneter, die Landes-CDU auf Vordermann zu bringen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert