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Kunstwerke aus Olivenholz bewundern

Von: hama
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Gangelt-Kreuzrath. Brele Scholz arbeitet an ihrer Skulptur, muss sich aber auch immer wieder um die organisatorischen Sachen des Bildhauer-Symposiums für Holzskulpturen in Olivenholz kümmern. „Alle bis auf Jorn Ronnau haben mir die Preise für ihre Skulpturen schon mitgeteilt”, spricht Brele Scholz ins Telefon. Am andern Ende der Leitung wird die Abschlussveranstaltung am Sonntag vorbereitet.

Die ist am Vormittag geladenen Gästen vorbehalten und ab 13 Uhr auch der Öffentlichkeit zugänglich. Während Jorn Ronnau noch unterwegs ist und Blattgold für seine Skulptur besorgt, begrüßt Brele Scholz schon wieder Besucher an ihrem Zelt. Sie erklärt ihnen nicht nur ihre Arbeit, sondern berichtet auch, dass am Samstag die Werke aller Künstler auf der Wiese am Festzelt, das heißt zwischen den Arbeitszelten und dem Bereich, in dem gefeiert wird, aufgestellt werden und für Besucher und Kaufinteressierte zugänglich sein werden.

Die zehn Olivenholz-Kunstwerke werden nicht versteigert, sondern zu den Preisen angeboten, die die Künstler festgelegt haben. 60 Prozent des Erlöses geht an die Künstler, 35 Prozent an den Verein „Partnerschaft für Afrika”, in dem Johannes Heinrichs den Vorsitz im Vorstand hat, und fünf Prozent gehen an „sculpture network”, eine der bedeutendsten europäischen Plattformen, über die die Ausschreibung gelaufen ist.

Über 200 Bewerbungen aus rund 30 Ländern haben vorgelegen, aus denen dann die zehn Künstler für die „1. Internationale Gangelter Skulpturenwoche” ausgesucht wurden. Da noch weit über 100 Olivenbäume in Kreuzrath stehen, soll die Veranstaltung fortgesetzt werden.

Während die Künstler die gute Idee, die Organisation und das „Kreuzrather Flair” loben, zeigen sich auch Karin und Johannes Heinrichs als Ausrichter sehr zufrieden. „Auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat, sind wir mit dem Besuch und den Arbeiten, die bisher entstanden sind, zufrieden”, so Johannes Heinrichs, der die Sonntagsmatinee um 11 Uhr als Sprecher der Heinrichs-Gruppe vor geladenen Gästen eröffnen wird. Danach folgt ein Vortrag von Dr. Günter Heidenhof von der Weltbank. Ab 13 Uhr ist die Veranstaltung öffentlich, dann wird Prof. Dr. Wolfgang Becker (Aachen) sprechen und die Skulpturen präsentieren.

Schon am Samstag spielt in einer öffentlichen Veranstaltung die Gruppe Glenrock im Festzelt an der „Alten Ziegelei”. Brele Scholz ist sich sicher, dass auch viele der teilnehmenden Künstler diesen Abend nutzen werden, um die Woche in geselliger Runde ausklingen zu lassen und auch noch einmal das Gespräch mit den Gästen zu suchen.

Viele Besucher nutzten in der Woche die Gelegenheit, den zehn Künstlern - viele davon über ihre Landesgrenzen hinaus renommiert - über die Schulter zu schauen. Nicht wenige waren Stammgäste, die sich täglich über den Fortschritt der zehn Skulpturen informierten. Was anfangs überhaupt nicht eingeplant war, wurde zu einem Renner: Die abgeschnittenen Holzstücke der Werke wurden gegen eine Spende für die Afrikahilfe abgegeben.

Während Brele Scholz wieder einmal ein paar Minuten des Ungestörtseins nutzte, um am hinteren Ende der kleinen Zeltstadt das „Tangopaar” weiter zu bearbeiten, hatte am ersten Zelt Simcha Roodenburg Besuch von einer Gruppe aus dem Seniorenzentrum Breberen, die im Rahmen eines Ausfluges angereist waren.

„Tanzende Mädchen” heißt das Ensemble, dass er seit gut einer Woche mit der Kettensäge bearbeitet und in einem deutlichen Kontrast zu der Scholz-Arbeit steht. Dazwischen finden sich acht weitere Künstler, auf der deren Werke man gespannt sein darf.
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