Kunstrasenplatz für alle Vereine im Sportpark Loherhof?

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Geilenkirchen. Bürgermeister Thomas Fiedler hat einen dicken Aktenordner in seinem Büro, gefüllt mit bunten Fotos: Sie zeigen Rasen, genauer gesagt Kunstrasen.

Auch einige Musterstücke hat er in seiner Amtsstube. Denn Thomas Fiedler kennt den Traum vieler Vereine: Der FC Germania Teveren, der FC Germania Bauchem und der FSV Geilenkirchen wünschen sich ebenso wie der Stadtsportverband und der Leichtathletikverein Phönix einen Kunstrasenplatz mit Tartanbahn.

Doch alle wissen: Drei Plätze sind angesichts der Haushaltslage der Stadt Geilenkirchen keinesfalls zu finanzieren. Bei Kosten im Bereich von 350.000 bis 500.000 Euro für einen Platz könnte man, wenn überhaupt, über einen nachdenken. Doch welcher Verein sollte, wenn überhaupt finanzierbar, diesen Kunstrasenplatz erhalten? Mit diesem Dilemma beschäftigten sich nun im Beisein von Thomas Fiedler Vertreter der betreffenden Vereine.

„Der Bedarf ist groß. Wir haben noch nicht einmal eine vernünftige Leichtathletikbahn für die Ausrichtung der Bundesjugendspiele”, kennt Fiedler das Problem der Vereine. Aber er weiß auch: „Drei Kunstrasenplätze sind illusorisch und außerhalb jeder Finanzierbarkeit.”

Und komme der Platz auf das Gelände eines Vereins, sei er für die anderen Vereine nicht zu nutzen. „Aus dieser Runde kam dann die Idee, an einer neutralen Stelle einen Kunstrasenplatz für alle Vereine zu realisieren und ihn nach einem Managementmodell zu nutzen.” Aus der Runde - so Fiedler - sei dann das Gelände des Sportparks Loherhof vorgeschlagen worden.

„Diesen Vorschlag will ich nun mit dem Betreiber des Sportparks und mit einem Landschaftsarchitekten prüfen”, erklärt Fiedler, der Vor- und Nachteile des Standortes kennt: Erfahrungsgemäß ist ein Kunstrasenplatz 700 Stunden im Jahr bespielbar. Will man diese Zeit auch nutzen, müssen neben Umkleidekabinen auch eine Flutlichtanlage errichtet werden.
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