Kulturpreis: Ingrid Heinze bringt den Saal zum Tanzen

Von: Andrea Schever
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Furioses Finale: Am Ende tanzten und klatschen nicht nur Tänzerinnen und Tänzer mit Ingrid Heinze auf der Bühne, sondern auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und viele weitere Gäste. Foto: Andrea Schever
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Amüsante Lobrede: Schauspielschülerinnen bewiesen ihr Talent.

Übach-Palenberg. Eigentlich war geplant, die Verleihung des vierten Kunst- und Kulturpreises der Stadt Übach-Palenberg in den eleganten Hallen des Schlosses Zweibrüggen zu feiern. Dass das Ereignis dieses Mal jedoch in das „Wohnzimmer der Preisträgerin“ – so nannte Thomas Giessing den Saal des Theaters „Traumkarussell“ – verlegt wurde, trübte die Stimmung keinesfalls.

Denn wo sollte eine durch und durch leidenschaftliche Ballettlehrerin wie Ingrid Heinze einen besseren Einblick in ihr Lebenswerk geben, als dort, wo sie mit „ihren Kindern“ Träume tanzt und wahr werden lässt?

Der erste in der Reihe der Gratulanten und Laudatoren war Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Er hieß die Preisträgerin und Hausherrin Ingrid Heinze sowie die Vorstände Thomas Giessing (Raiffeisenbank Heinsberg) und Dr. Richard Nouvertné (Kreissparkasse Heinsberg) sowie die zahlreich erschienenen Gäste willkommen.

Jungnitsch lobte, dass Ingrid Heinze dank viel Engagement und Energie seit über 30 Jahren „eine wichtige Säule der Kunst- und Kulturszene“ der Stadt Übach-Palenberg sei. Sie lade mit ihren Stücken nicht nur zum Träumen ein, sondern habe auch schon viele Träume ihrer Schützlinge von einer Tanzkarriere verwirklicht. „Darüber hinaus bieten Sie jungen Menschen eine wirkliche Alternative zum Computer oder Fernsehen“, lobte er ihr Talent, Kinder für klassisches Ballett oder Theaterunterricht zu begeistern, denn sie sei „immer voller Zuversicht und finde einen Weg“, wie sie es dennoch schaffe.

Eine Frau voller Energie

Auch Thomas Giessing und Dr. Richard Nouvertné, die die Realisierung und die Dotierung des Kunst- und Kulturpreises auf 1000 Euro ermöglichten, äußerten ihre Freude und den Stolz darüber, an einem für die Stadt Übach-Palenberg so wichtigen Preis teilhaben zu dürfen.

Die voller Energie steckende Ingrid Heinze ließ es sich natürlich nicht nehmen, dem der Preisverleihung auch noch ein rund 45-minütiges Tanz- und Schauspiel-Programm beizufügen – passend dazu, dass sie niemandem verraten hatte, was da kommt, hieß das Programm „Surprise“. Nach einer fetzigen Eröffnung zeigten zwei junge Damen des Hauses ihr schauspielerisches Talent und hielten eine äußerst amüsante Lobrede – auf eine anscheinend Verstorbene, die in ihrem Leben auffallend viele Ähnlichkeiten mit der Preisträgerin des Abends hatte.

Neben flotten, beschwingten und mystisch angehauchten Nummern überzeugte das weitere Programm ebenfalls mit einem emotionalen Gesangssolo einer jungen Tänzerin, zu der später ein Tänzer auf die Bühne kam und mit ihr einen leidenschaftlichen Tanz mit erkennbarem Wechselbad der Gefühle präsentierte.

Das große Finale des Programms riss das Publikum dann buchstäblich von den Sitzen: Die Tänzerinnen und Tänzer kamen von der Bühne geeilt und führten zahlreiche Gäste hinauf, auf dass sie alle miteinander tanzen. Dabei ließen sich auch der Bürgermeister und die Vertreter der Sponsoren nicht zwei Mal bitten und standen am Ende klatschend auf der Bühne.

„Es geht weiter“

Auf die Frage, wie sie sich mit diesem Preis in der Hand fühle, antwortete Ingrid Heinze nur kess: „Es geht weiter!“ Auch wenn der Preis sie freue, messe sie ihren Erfolg nicht an Stationen in ihrem Leben, sondern viel mehr an den Erfolgen ihrer Schülerinnen und Schüler. Zudem sei der Preis eine große Verantwortung für sie, „denn man erwartet ja jetzt, dass ich noch viele Jahre so weiter mache – ich bin doch 63!“.

Im Anschluss an das offizielle Programm waren die Gäste eingeladen, sich bei einem Getränk mit Preisträgerin und Tänzern austauschen.

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