Kulturelle Begegnung an der Willy-Brandt-Schule

Von: Markus Bienwald
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Stelzenlaufen half sicherlich dabei, die ebenfalls beim Kulturfest angebotenen internationalen Köstlichkeiten bestens zu verbrennen. Fotos (3): Markus Bienwald Foto: Markus Bienwald
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Die Blockflöten-AG ist nur eine der vielen musikalischen Gruppen an der Willy-Brandt-Gesamtschule. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Präsentieren geht heutzutage meistens so: Datenträger auswählen, Präsentation starten und etwas dazu erzählen. Doch bei der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) sah das schon ganz anders aus. Die Schüler an der Übach-Palenberger Einrichtung haben sich der ersten Projektphase der Kulturagenten angenommen und die Ergebnisse dieser Arbeit in einem Kulturfest gezeigt.

Das Programm „Kulturagenten für kreative Schulen“, das von der Kulturstiftung des Bundes und der Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes(NRW) gefördert wird, zielt auf Kreativität und künstlerisches Schaffen ab. „Sieben Schülergruppen mit ihren Künstlerinnen und Künstlern haben unter der gemeinsamen Klammer ‚Ich, du, wir – eine kulturelle Begegnung‘ kreativ zusammengearbeitet“, erläuterte Schulleiter Manfred Ehmig dazu.

Im Mittelpunkt stand die ohnehin an der Gesamtschule alltägliche kulturelle Begegnung und deren Auswirkungen auf die kreativen Adern der Schüler. Vor allem Musik und Tanz wurden von den Schülern begeistert aufgenommen und auf gleich zwei Bühnen dann auch tatkräftig umgesetzt.

Draußen spielte die Musik: Hier standen sich beispielsweise die Schulband, Elfer-Band und die Band-AG der jüngsten Schulmitglieder gegenüber. Mit Elternchor, der Flöten-AG, einer eigenen Keyboard-AG oder dem Schülerchor sind die musikalischen Ausprägungen an der WBG so vielfältig wie bunt. Wer sich in das weite Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) begab, der durfte gleich ganz tief in die faszinierende Welt des Tanzes eintauchen.

Die Klasse 9b zeigte beispielsweise einen beeindruckenden und mitreißenden Tanz-Battle, der keinen ruhig auf seinem Stuhl sitzen ließ. Die Kultur- und Schule-Projektgruppe setzte sich unter der Überschrift „We Are One World“ bestens in Szene, und eine Projektgruppe der Elfer zeigte perfektes „Ballroom Dancing“.

Doch damit nicht genug der wirklich gelungenen Durchmischung von Kultur und Schule. Denn mit Hilfe professioneller Unterstützer wie Theaterpädagoge Christian Gardt, Tanzpädagogin Bettina Lauber, Regisseur Sebastian Jacobs, Künstlerin und Architektin Hedwig Klee, Fotovideografin Agnes Bläsen-Jansen, Textildesignerin Sara Niepenberg, den Künstlern Bodo Buchmann und Jochen Jung oder auch Studentinnen der Musikhochschule Aachen wurde das ganze Projekt auch fachlich bestens begleitet. Eine Kunstausstellung rundete das Ganze gekonnt ab. Wie gut, dass bei so viel Theorie und anspruchsvoller Kunst noch genügend Raum für körperliches Empfinden blieb.

Denn ebenfalls an der frischen Luft – leider schon einmal unterbrochen von kurzen, aber heftigen Regenschauern – bot sich die Gelegenheit, einmal ordentlich zu bewegen. Seilspringen mit hohem Tempo, Fußball auf dem Kleinfeld, ein Limbo-Parcours oder Stelzenlaufen halfen auch dabei, die ebenfalls angebotenen internationalen Köstlichkeiten gleich wieder mit den richtigen Bewegungen zu verbrennen. Damit wurde die Projektpräsentation von der eher statisch klingenden Sache schnell zu einer wirklich spannenden und bewegten Sache.

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