Künstler Dietrich Grein: Die Phase der grauen Elefanten ist vorbei

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Malte Dietrich Grein 2005 noch
Malte Dietrich Grein 2005 noch große Bilder mit Acryl und Elefanten, entstanden im vergangenen Jahr kleine, aber fantasievolle Werke „aus einer anderen Welt”. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Ein Krankenhaus als Forum für Bildung und Kunst: Zur Eröffnung der 45. Ausstellung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur im Krankenhaus”, kurz „KiK” genannt, hatten sich interessierte Bürger im Flur zwischen den Stationen C3/B3 des St.-Elisabeth-Krankenhauses eingefunden.

Die Events, die sich hier seit rund zwölf Jahren mit bildender Kunst beschäftigen, finden in der Öffentlichkeit zunehmend Interesse. KIK ist aber auch bei Künstlern sehr beliebt, räumt die Lichtdurchflutete Räumlichkeit ihnen doch die Möglichkeit ein, ihre Werke einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Der „Lichthof” ist bereits bis in das Jahr 2013 hinein ausgebucht.

Im Flurbereich zwischen den beiden Stationen laden diesmal die Werke des in Köln lebenden Künstlers Dietrich Grein bis zum 22. März 2012 während der Besuchszeiten nicht nur Patienten zum Verweilen und Betrachten ein. Die Gäste der Vernissage waren am Donnerstagabend voll des Lobes über die 28 kleinen, aber feinen Bilder des in Aphoven geborenen Künstlers. „Ich bin eine Hausgeburt”, blickt Dietrich Grein auf sein Heimatörtchen zurück.

„Alpha C” hat Dietrich Grein seine Ausstellung getauft und dieser Titel inspirierte den KIK-Vorsitzenden Meinolf Schrage zu fantasievollen Deutungen: „Alpha Centauri, ein Sternenbild, 40 Billionen Kilometer von der Erde entfernt”. Da mache sich der Vergleich Erde - Mond mit nur 300 000 Kilometer Entfernung fast lächerlich aus.

Hände und Schnecken

Was hat Dietrich Grein denn nun gemalt? „Ich kann Hände, Schmetterlinge, Schnecken”, erklärt der Künstler. „Das ist daraus entstanden”, zeigt er auf seine nur 20 mal 14 Zentimeter großen Bilder. Er habe vom Krankenhaus gesagt bekommen, dass er keine bedrohlichen Bilder ausstellen solle und auch keine nackten Frauen, und daran habe er sich gehalten. Mit Buntstiften zauberte Dietrich Grein zwischen Februar und September im Vorjahr sehenswerte Kunst auf Papier, wobei tatsächlich die menschliche Hand, Schmetterlinge und Schnecken eine große Rolle spielen.

Und ein Bild ist darunter, in dem er alle seine drei „Lieblingsmotive” vereint hat. „Die Bilder entspringen einer anderen Welt”, hatte Meinolf Schrage schon bei seiner Einführung gesagt, und dieser Eindruck scheint sich zu bestätigen.

Doch so fing es nicht an, denn 2005 entstanden noch ganz gegensätzliche Werke. Auf knallrotem Untergrund hatte Dietrich Grein damals kleine graue Elefanten wandern lassen, zu diesem Zeitpunkt setzte er noch Acryl auf Leinwand ein. „Ich male einfach Bilder, schöne bunte Bilder” sagt Dietrich Grein bescheiden.
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