Krimis und Comedy in erfrischender Mischung bei „Mord nach 8”

Von: g.s.
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Die drei Krimi-Autoren Christian Macharski, Jacques Berndorf und Ralf Kramp (v.l.) sorgten in der Geilenkirchener Realschule mit ihrer gelesenen Darstellung von „Mord nach 8” für beste Unterhaltung. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Sogar aus Viersen waren Freunde spannender Literatur und investigativen Spürsinns angereist, um drei Autoren zu sehen und zu hören, die mit ihren Kriminalromanen schon Millionen von Menschen begeistert haben.

„Mord nach 8” ist in Mönchengladbach bereits zur Kultveranstaltung avanciert, und diese Krimi-Show hatte die Stadt Geilenkirchen in Zusammenarbeit mit der Rurtal-Produktion jetzt in die Aula der Realschule geholt.

Hauptdarsteller waren hier die Krimi-Legende schlechthin Jacques Berndorf, Bestseller-Autor Ralf Kramp sowie Christian Macharski, der mit seiner humorvollen Krimi-Trilogie um den lokalen Ermittler Hastenraths Will Erfolge feiert.



























Unterschiedlicher könnten die Charaktere nicht sein, denn die ihre Romane in selektiertem Hochdeutsch verfassenden beiden Eifel-Krimi-Autoren Berndorf und Kramp standen dem im Selfkant-Jargon taktierenden Macharski gegenüber. Ernsthaftigkeit contra humorvolle Unterhaltung wechselten an diesem Abend in der städtischen Realschule ab.

35 Krimis, von denen einer schon verfilmt wurde, habe er seit den 80er Jahren geschrieben, sagte der in Dreisbrück/Eifel lebende Journalist Jacques Berndorf im Gespräch mit dieser Zeitung. Ihm folgen Ralf Kramp mit 17 und Christian Macharski mit fünf Romanen.

Volles Haus verzeichnete „Mord nach 8” in Geilenkirchen, und die Spannung wurde gleich zu Beginn mit Noten aus TV-Krimis aufgebaut. „Wir haben heute mit Gruseln, mit Gänsehaut, mit zwei Bestseller-Autoren und mir zu tun”, sprach Christian Macharski das Publikum eingangs humorig an.

„Mord nach 8” besuche zum ersten Mal den Kreis Heinsberg. „Wir haben uns gedacht, wenn wir in den Kreis Heinsberg gehen, dann in die Literaturhochburg Geilenkirchen”, brachte der Comedian die rund 200 Zuhörer zum Schmunzeln. Bei der Vorstellung der beiden Autoren bezeichnete er Jacques Berndorf als „Godfather des Eifel-Krimis” und den in Hillesheim/Eifel lebenden Ralf Kramp als Multitalent.

„Wir machen heute Hochkultur”, machte der in Erkelenz beheimatete Christian Macharski dem Publikum klar und las aus „Das Auge des Tigers”, seinem, wie er erläuterte, aktuellen „Psycho- und Gänsehaut-Thriller mit lustigen Einsprenklern” um den Landwirt und Kriminalermittler aus Saeffelen. Und schon war Hastenraths Will dem aus dem Gefängnis ausgebrochenen „Tiger”, alias Dieter Kuschinski dicht auf den Fersen. Ralf Kramp sorgte mit dem erfrischenden Kurzgedicht „Der Schnüffler” für einen großen Lacherfolg, und auch die Liebesgeschichte „Pink” war eine Mischung aus beginnender Spannung und einem von ständigem Schmunzeln begleiteten unerwartetem Ende. Jacques Berndorf brachte mit seiner Lesung aus einem noch unveröffentlichtem Werk in aller Ernsthaftigkeit und mit sonorer Stimme die Spannung auf den Siedepunkt.

Auch im zweiten Teil von „Mord nach 8” wechselten die drei Krimi-Autoren ihre Romanrollen, und am Ende waren die Zuhörer mehr als zufrieden mit einen ebenso spannenden wie unterhaltsamen Krimi-Abend.
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