Krimi-Komödie vom Literaturkurs der Gesamtschule

Von: Georg Schmitz
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Bei der Kriminalkomödie „Ein Toter zu wenig“, aufgeführt von Schülerinnen und Schüler, des Literaturkurses in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, drehte sich alles um einen vermeintlich Toten – siehe Sofa – und etliches Diebesgut. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Mit dem Fund des wie es aussieht toten Tom durch dessen Ex-Frau Ellen beginnen die Turbulenzen. Ins helle Scheinwerferlicht haben sich 13 Schülerinnen und Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gestellt und ihre Schauspielbegabung gezeigt.

Die jungen Leute aus dem Literaturkurs präsentierten das seit dem vergangenen Herbst einstudierte Theaterstück „Ein Toter zu wenig“ in der Aula der Schule erstmals vor Publikum. Laut Beschreibung, handelt es sich um eine „aberwitzige Komödie“, in der es drunter und drüber geht, des Autors Walter G. Pfaus.

Mit dem Fund des scheinbar toten Tom durch dessen Ex-Frau Ellen beginnen die Turbulenzen, so also der Inhalt des Stücks. Weder unglücklich noch erstaunt über das Ableben ihres Ehemaligen, bettet sie ihn vorläufig auf das Sofa, um mit ihrem neuen Freund Max zu beraten, wie man sich am besten des „Toten“ entledigen kann.

Mutter Rosa platzt aber ins Zimmer und wird mit der „Leiche“ konfrontiert. „Wir müssen ihn verschwinden lassen“, ist auch sie überzeugt. Er wäre, meint sie, ohnehin ein Taugenichts und Draufgänger gewesen. Die Polizei, natürlich, dürfe auf keinen Fall eingeschaltet werden.

Der scheinbar tote Tom hat die Gespräche wohl mitbekommen und macht sich so seine Gedanken: „Was man sich als Toter so gefallen lassen muss!“ So zieht es Tom selbst erst einmal vor, zu verschwinden. Da taucht ein unbekannter Pfarrer, der sich auf Wanderschaft befindet, im Haus auf – und legt sich ermüdet und unter einer Decke auf das Sofa.

Toms ehemalige Partnerin bekommt beim Betreten des Zimmers einen gehörigen Schrecken. „Noch ein Toter?“, ist ihre hilflose Reaktion. Da erwacht der Pfarrer, springt angesichts der Situation auf – und macht die Geschichte so noch komplizierter.

Dass all das ein abgekartetes Spiel gewesen ist und Mutter Rosa und der angebliche Pfarrer, Erich Koslowski, sich sehr gut kennen, kommt langsam ans Licht. Zwischenzeitlich aber war Beate Werter, Inhaberin des benachbarten Geschäfts, zur Familie ins Haus gekommen und hatte Mutter Rosa vorgeworfen, bei ihr im Laden gestohlen zu haben.

Stimmt das? Irgendwie haben wohl alle etwas zu verbergen, Ex-Frau Ellen Löhle, ihr neuer Liebhaber Max Wolf, Mutter Rosa Böhler, die Inhaberin des Lebensmittelgeschäftes selbst und wohl auch der „Pfarrer“ auf Wanderschaft. Als dann noch ein Kriminalkommissar und dessen Assistentin mit gezogener Waffe ins Zimmer stürmen, ist die Verwirrung perfekt. „Alle Spuren eines Diebstahls von wertvollem Schmuck führen in dieses Haus“, ist sich der Kommissar sicher.

Der scheinbar tote Tom Löhle ist in der Zwischenzeit mehrfach „umgebettet“ worden, weilt aber in Wirklichkeit noch unter den Lebenden. Am Ende wird das Diebesgut in einer Tasche gefunden und der „tote“ Tom wie auch Geschäftsinhaberin Beate Werter werden als Einbrecherpaar entlarvt.

Trotz der Spiellänge von zwei Stunden mit kurzer Pause kam während der Vorstellung zu keiner Zeit Langeweile auf. Kursleiterin Sarah Heise sowie ihr Schülerteam Lea Abs, Lena Corsten, Miriam Davids, Anna Dillmann, Philipp Hanrath, Susan Hohberg, Kim Jaschok, Frauke Kukla, Simon Schollbach, Maren Solty, Luisa Stassen, Moritz von Scheibler und Annabelle Weiler dürfen nach den beiden Aufführungen mehr als zufrieden sein.

Das Publikum sah eine spritzig unterhaltsame Kriminalkomödie mit köstlich komischen Dialogen und spendete den jungen Schauspielern am Ende viel Applaus.

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