Geilenkirchen - Kommentiert: Bitterer Beigeschmack wird bleiben

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Kommentiert: Bitterer Beigeschmack wird bleiben

Ein Kommentar von Udo Stüßer

War die Zerstörung des Teiches im Baugebiet Tripser Wäldchen nur ein Unglück? Ein Fehler? Absicht? Eine Straftat? Diese Fragen zu klären, ist jetzt Aufgabe der Staatsanwaltschaft.

In deren Händen liegt nun der Fall, dort ist er auch gut aufgehoben. Vielleicht kommt sie zu dem Schluss, dass der Technische Beigeordnete Markus Mönter gegen geltendes Recht verstoßen hat. Vielleicht ist ihm auch kein Fehlverhalten nachzuweisen. Egal wie die Sache ausgeht, egal welches Urteil gesprochen wird, ein bitterer Beigeschmack wird bleiben.

Es stellt sich nämlich die Frage, wie manche Fraktionen in Geilenkirchen mit Kommunalpolitikern umgehen, die ihre Arbeit ernst nehmen, die Antworten suchen, die auf Missstände hinweisen und öffentlich machen. Wie geht man mit Ratsmitgliedern um, die nicht schwadronieren, sondern aufwendig recherchieren? Die Missstände aufzeigen und nicht verharmlosen? Sicherlich mag es gute Gründe geben, den Antrag der Grünen auf Einberufung einer Einwohnerversammlung in einem laufenden Verfahren abzulehnen.

Man kann aber den Grünen nicht vorwerfen, den Technischen Beigeordneten an den Pranger stellen zu wollen, und deren Fraktionschef dann lautstark selbst an den Pranger stellen, nur weil er das getan hat, was eigentlich ureigenste Aufgabe des Stadtrates ist: die Kontrolle der Verwaltung.

Wenn man ihn aus politischen Gründen dennoch ärgern will, schlägt man nicht plump mit dem Schwert zu, dann piekst man ihn kunstvoll mit dem Florett. Denn wenn „perfide“ und „pervers“ Ausdrücke einer neuen politischen Kultur sind, stimmt das mehr als nachdenklich. Von Bürgermeister Georg Schmitz ist zu dem Thema leider gar nichts zu hören.

 

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