Kreis Heinsberg - „Komm auf Tour” in Übach-Palenberg

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„Komm auf Tour” in Übach-Palenberg

Von: mabie
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In der „Waschkaue” in Ubach-Palenberg: Noch bis zum Freitag nehmen insgesamt 600 Schüler aus dem gesamten Kreis Heinsberg am Projekt „Komm auf Tour” teil. Foto: Markus Bienwald

Kreis Heinsberg. Mit rund 600 Schülern aus siebten und achten Jahrgangsstufen macht in dieser Woche das Projekt „Komm auf Tour” wieder Station in der von der gemeinnützigen AWO-Service-Gesellschaft betriebenen Waschkaue am Wasserturm in Übach-Palenberg.

Bereits zum dritten Mal nutzt der Erlebnisparcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW die Ressourcen des Kreisverbandes Heinsberg der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an dieser Stelle.

Die jungen Menschen zwischen 13 und 15 Jahren sollen frühzeitig darin gefördert werden, die eigenen Stärken zu entdecken und mit ersten eigenen Vorstellungen über den weiteren Berufs- und Lebensweg zu verbinden.

Dazu gibt es, nach einer allgemeinen, lockeren Einführung und einem kurzen Video verschiedene Stationen auf der Tour durch die weitläufige Waschkaue. Ein Ziel ist die „Sturmfreie Bude”. Dort müssen die Schüler verschiedene Aufgaben erfüllen: Vom Bettenmachen über Aufräumen bis hin zum Fernsehprogramm wird alles selbst gemacht. In einem Labyrinth erfahren sie, wie es sich mit Handicap durch die Welt bewegt. Auf der Bühne dürfen sie selbst einmal der Star einer eigenen Geschichte sein. Kurz vor Schluss kommt dann noch der Zeittunnel, wo gefragt wird, wie es in der Zukunft der heutigen Schüler aussehen kann.

Bei jeder Station sammeln die jungen Leute nicht nur viele positive Erfahrungen, sondern auch Punkte. So ergibt sich schließlich ein individuelles Profil jedes einzelnen Schülers.

Unterstützt von einfachen Botschaften wie „Finde heraus, was dich interessiert” und „Du kannst viel mehr, als du bislang weißt” können sich die Jugendlichen am Ende ihrer Tour vielleicht besser selbst einschätzen. Das wird dann in einem kleinen Büchlein, „Logbuch” genannt, notiert.

Über einfache Schlagworte oder ein sattsam bekanntes Motivationstraining geht dieser Ansatz weit hinaus. Er fordert die Jugendlichen an den vier Stationen aktiv heraus, sich kennenzulernen und zu beweisen.

Für den Schirmherrn, Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, ist „Komm auf Tour” eine Möglichkeit, Jugendliche zu motivieren, ihre eigene Zukunft in die Hände zu nehmen. Er erkannte darin zudem eine konkrete Unterstützung in der Lebensplanung, freute sich aber auch über die Möglichkeit, dass Schulen, Eltern und außerschulische Partner zusammenarbeiten würden. „Als Bürgermeister weiß ich auch, dass junge Menschen die Städte der Zukunft bauen”, schloss Jungnitsch.

Bereichsleiterin Jutta Schmid von der Agentur für Arbeit überzeugte vor allem der präventive Ansatz. Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland jährlich bis zu 80.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule beenden würden, freute es sie, dass die jungen Menschen bei „Komm auf Tour” spielerisch in die Welt der Berufswahl einsteigen könnten. „Zudem ist es sehr gut, dass es ein stärkenorientierter Ansatz ist”, so Schmid.

Ulrike Schmidt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nannte auch das Ziel, Mädchen mit dem Rat zu erreichen, dass es ihnen wichtiger werden solle, zunächst eine Berufsausbildung anzustreben, statt ohne Ausbildung Mutter zu werden. AWO-Kreisgeschäftsführer Dieter Meurer sprach über die Elternseite: „Ich finde es interessant, dass manche Eltern einiges über ihre Kinder gelernt haben, das sie vorher einfach nicht wussten.” Schulamtsdirektor Norbert Mergelsberg bezeichnete „Komm auf Tour” als wesentlichen Mosaikstein in der Berufsorientierung. Er betonte, dass es durch die „Tour” zur Initialzündung bei den Kindern komme. „Es ist eine Möglichkeit für Kinder, klar und deutlich festzustellen: Wo sind meine Stärken”, so Mergelsberg.
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