Übach-Palenberg - „Kochduell“: Schmale Möhrchen statt Fisch mit Fritten

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„Kochduell“: Schmale Möhrchen statt Fisch mit Fritten

Von: Georg Schmitz
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Frische Zutaten und bekannte oder auch individuelle Rezepturen sind Kern der Koch-Treffen quer durch die Generationen. Anleitungen dazu gibt Doris Linden-Mahr (M.), Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Übach-Palenberg. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Das hat Alt wie Jung Spaß bereitet und mündete auch noch in einer kulinarischen Köstlichkeit. Zum fünften Mal veranstaltete das Mehrgenerationenhaus in Übach-Palenberg ein „Kochduell der Generationen“, bei die diesmal 21 Teilnehmer ihre Künste in der Küche unter Beweis stellen konnten.

„Ursprünglich sollten Kinder gegen Erwachsene kochen“, erklärte die Leiterin des Hauses, Doris Linden-Mahr. Doch nachdem die Kinder immer gewonnen hätten, sei ein gemeinsames Kochen beschlossen worden, ohne sich zu „duellieren“.

„So werden wir dem Gedanken gerecht, Alt und Jung gemeinsam an einen Topf zu bringen“, schmunzelte Doris Linden-Mahr, wozu die Zutaten für ein Vier-Gänge-Menü bereitlagen. Tomatensuppe, Spaghetti Bolognese, gefüllte Teigtaschen und Grießbrei standen auf dem Speiseplan.

42 Hände packten mit an, als es dann hieß, Tomaten, Möhren und Zwiebeln zu zerkleinern, „Grünzeug“ zu zerhacken und die Gewürze abzustimmen. Sämtliche Zutaten waren frisch, natürlich auch das Hackfleisch für die Teigtaschen. Chefkoch Jörg Kollmer vom „Schneebesen“ unterstützte mit Rat und Tat, gab Tipps für die perfekte Zubereitung. „Was gekocht wird müssen die Köche auch bewerten“, machte er klar. Doris Linden-Mahr ergänzte: „Um festzustellen, ob es auch schmeckt, muss sowieso jeder probieren.“

Nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für Jörg Kollmer ist das gemeinsame Kochen eine schöne Erfahrung. Der neunjährige Gerrit freute sich schon auf das Menü, denn „Spaghetti Bolognese ist sowieso meine Lieblingsspeise.“ Ellen (10) bevorzugt dagegen Fischstäbchen und Fritten, die es aber an diesem Tag nicht gab. „Tintenfischringe und Fritten sind auch lecker“, fügte die zehnjährige Luna hinzu.

Die Frage nach dem Lieblingsessen an Klara Steimer gerichtet, schaute die Rentnerin etwas „bedröppelt“ rein. „Das darf ich gar nicht laut sagen – ich mag Graupensuppe“, schmunzelte die Seniorin. Und was sie vor allem in diesem Umfeld mag, ist die Geselligkeit.

Dass Gerrit mit Freude bei der Sache war, sah man ihm deutlich an. Über seine Begeisterung freute sich auch Mutter Silvia Keuter, die den kleinen, gerade einmal elf Monate alten Jonas mitgebracht hatte. Der schaute dem Treiben im Mehrgenerationenhaus vom Arm seiner Mutter aus neugierig zu.

Gleich nebenan zeigte Denise Reyn­ders der siebenjährigen Svenja, wie Möhren in feine Scheiben geschnitten werden. Alles kam in einen großen Topf, und den schleppte Svenja gemeinsam mit Dalina (7) in die Küche. Am anderen Tisch sind Doris Kliewer und Dani Ackermann mit dem Rollen des Nudelteigs beschäftigt. Den gerollten Teil durften die Kinder in Streifen schneiden, die dann die Form von Bandnudeln bekamen. Das Nudelschneiden entwickelte sich zu einer Lieblingsbeschäftigung der Kinder, während sich langsam der Duft der Speisen im Raum breit machte.

„Wer nix zu tun hat kann Tomaten passieren“, rief Jörg Kollmer den Kindern zu, die sich flink ein Sieb schnappten und die Früchte durchzupressen. Es war ein lustiges Miteinander, was sich an den Kochtöpfen abspielte.

Dann mussten alle an den Herd, denn die Zubereitung der Menüs ging ins finale Stadium. Nach etwa eineinhalb Stunden war es soweit, und Kinder wie Erwachsene konnten sich ein Urteil über die zubereiteten Speisen erlauben. Wie verlautete, hatte es allen geschmeckt, aber das war bei der Auswahl der Speisen schon abzusehen.

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