Kleine Könige tun viel für die Gesellschaft

Von: g.s.
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Kurz vor ihrem Abschlussgottes
Kurz vor ihrem Abschlussgottesdienst hatte Bürgermeister Thomas Fiedler die Sternsinger aus ganz Geilenkirchen zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Als Könige verkleidet, bevölkerte eine große Anzahl Kinder am Sonntag den Großen Sitzungssaal im Geilenkirchener Rathaus.

Dabei handelte es sich aber nicht um Kostümierungen im Rahmen des karnevalistischen Brauchtums, sondern um die Sternsinger, die zehn Tage lang mit der Sammelbüchse von Tür zu Tür gingen um Spenden für notleidende Kinder zu sammeln.

Zum Ende der Sternsingeraktion 2012 trafen sich über 70 Sternsinger der Gemeinschaft der Gemeinden St. Bonifatius Geilenkirchen in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, um dort am Abschlussgottesdienst teilzunehmen. Doch zuvor hatte Bürgermeister Thomas Fiedler die Jungen und Mädchen zu einem Empfang in den Sitzungssaal eingeladen, in dem sonst die Ratsherren wichtige Entscheidungen für die Stadt treffen.

Fiedler erklärte kurz die Geschichte des Sternsinger-Brauchtums und gab auch bekannt, dass der größte Teil der diesjährigen Sternsingeraktion armen Kindern in Nicaragua zugute komme. In Lateinamerika gehe es den Kindern nicht so gut wie in Deutschland. „Was ihr tut, ist richtig, ihr tut viel für die Gesellschaft”, lobte Fiedler die Kinder, die sodann aus vollen Kehlen den „Stern von Bethlehem” erklingen ließen.

Der Bürgermeister sprach das diesjährige Motto „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!” an. Zu den Rechten der Kinder zähle auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, so Thomas Fiedler. Kinder gelte es aber auch zu schützen. „Kinder dürfen nicht in eine verrauchte Kneipe gebracht werden, das ist giftig”, nannte der Bürgermeister ein Beispiel.

Er freute sich zu hören, dass in den letzten 14 Tagen alleine in der Innenstadt 7500 Euro gesammelt wurden. Dazu kämen dann noch die Beiträge von den Stadtteilen. „Ich habe elf Euro und 50 Cent gesammelt”, brachte ein Junge seine Freude lautstark zum Ausdruck.

Die Zahlen, die Thomas Fiedler dann nannte, waren beeindruckend. 500.000 Sternsinger aus 11 000 Kommunen hätten bei der 53. Aktion im vergangenen Jahr bundesweit insgesamt 41,8 Millionen Euro gesammelt. Nach dem Empfang im Rathaus machten sich die Sternsinger und ihre Eltern auf den Weg in die Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt, wo der abschließende Rückkehrgottesdienst stattfand.
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