Übach-Palenberg - Kleine Enten in reißenden Stromschnellen

Kleine Enten in reißenden Stromschnellen

Von: Christina Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
Im Zelt war es trocken: Dort g
Im Zelt war es trocken: Dort gab es für die Zuschauer warme Würstchen und Getränke. Foto: Christina Kolodzey

Übach-Palenberg. Es gab keinen „Plan B” für das Entenrennen im Wurmtal von Marienberg, falls die Witterung nicht mitspielen sollte. In den vergangenen vier Jahren hatte es der „Wettergott” stets gut gemeint und strahlenden Sonnenschein geschickt, doch dieses Mal dachte er anscheinend, dass sich nicht nur die kleinen, gelben Plastiktierchen im kühlen Nass tummeln sollten, sondern auch deren Besitzer.

Von Anfang bis zum Ende: Regen, Regen, Regen. Doch getreu dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.”, hatten sich Groß und Klein, insgesamt etwa 100 Personen, tapfer auf den Weg gemacht. Acht Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Frelenberg, die beim Wettbewerb mithalfen, konnten dies noch toppen: Sie trugen sogenannte „Watthosen”, die bis zur Taille reichten und vollkommen wasserundurchlässig waren.

Los ging der Wettstreit am frühen Nachmittag an der südlichen Wurmbrücke in Marienberg. Hier wurden alle nummerierten Entchen gleichzeitig ins Wasser geworfen. Bis zum Ziel, der nächsten Brücke, mussten sie schwimmen und dabei erhebliche Herausforderungen meistern: reißende Stromschnellen überwinden, nicht im Ufergestrüpp hängenbleiben und sich nicht ineinander verkeilen.

Jedes Kind und jeder Erwachsene drückte „seinem” Schwimmtierchen ganz fest die Daumen.Viele Teilnehmer hatten sogar mehrere Nummern erworben, sodass insgesamt etwa 200 gelbe Plastikenten an den Start gingen.

Alle Entchenbesitzer begleiteten ihre Favoriten auf dem Weg zum Ziel parallel zur Wurm bei strömendem Regen und Wind per Pedes, was eine Viertelstunde Fußmarsch bedeutete. Unter ihnen auch Übach-Palenbergs stellvertretender Bürgermeister Peter Fröschen, der mit seiner Gattin gerne die Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche unterstützen mochte und beharrlich dem Regen trotzte.

An der Zielbrücke angekommen, warteten alle Teilnehmer auf die fleißigen Schwimmer. Die Feuerwehr half beim Herausfischen der Enten. Sie hatte eine Sperre im Fluss errichtet, in der sich die Plastiktierchen sammelten und herausgenommen werden konnten.

Nach einer halben Stunde kam mit großem Vorsprung das erste Entchen ans Ziel und man flachste, es sei sicher von der Feuerwehr hineingeworfen worden. Sehr viele der Schwimmer brauchten Hilfe - sie hatten sich in den Büschen des Flusslaufs verfangen. Die Feuerwehrleute befreiten sie, wobei sie sich mit Leitern von der Uferböschung zum Flussbett abseilten - ein nicht ungefährliches Unterfangen, da durch den Dauerregen alles schwammig aufgeweicht war und sie leicht hätten abrutschen können.

Endlich kam die lang ersehnte Siegerehrung. 50 Preise waren zu vergeben, und die Freude war besonders bei den Kindern riesengroß, wenn ihre Nummer aufgerufen wurde. Der 1. Preis, ein Navigationsgerät, blieb übrig, da sich der Besitzer nicht meldete. Es kann im Gemeindebüro abgeholt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert