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Klangbrücke: Gemeinsamen Gutachter wird es nicht geben

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
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Volker Schlüter, Beigeordneter für Planen und Bauen.

Übach-Palenberg. Noch hat kein Besucher einen Schritt über die Klangbrücke tun können und dürfen. Volker Schlüter, Beigeordneter für Planen und Bauen bei der Stadt Übach-Palenberg, informiert über den aktuellen Stand beim euregionalen „Sorgenkind”.

Ein gemeinsamer, von Stadt, Architektenbüro und bauausführender Firma bestellter Gutachter sollte die Mängel an der Brücke untersuchen. Zu welchem Ergebnis ist er inzwischen gekommen?

Schlüter: Es liegen bislang keine Ergebnisse vor, da die Beauftragung eines gemeinsam bestellten Gutachters nicht erfolgt ist. Weder das Architektenbüro noch die ausführende Firma sahen sich in der Lage, eine Erklärung abzugeben, dass die Ergebnisse der Gutachterprüfung als verbindlich anerkannt werden. Dies sollte jedoch die Voraussetzung für eine Beauftragung sein.

Wer die Mängel zu verantworten hat, lässt sich somit letztendlich nicht klären. Ist das aber nicht die entscheidende Frage, die zumindest am Anfang der Malaise von allen Beteiligten in den Raum gestellt wurde?

Schlüter: Die Sitzung des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses in dieser Woche hat wohl Klarheit darüber gebracht, dass die Stadt Übach-Palenberg jetzt selbst ein Gutachten in Auftrag geben soll, das Erkenntnisse darüber bringt, wer für welche Mängel die Verantwortung trägt.

Käme es zum Rechtstreit, würde ein Beweissicherungsverfahren erforderlich. Ein Rechtsstreit dürfte sich zwei, drei Jahre hinziehen. Das kann doch nicht im Interesse aller Beteiligten sein?

Schlüter: Sicherlich nicht. Die bauausführende Firma hat allerdings zwischenzeitlich ohne Auftrag oder Anerkenntnis einer Zahlungsverpflichtung durch die Stadt die Befestigung des Rampenbelages in Angriff genommen und steht kurz vor der Fertigstellung. Eine spätere rechtliche Auseinandersetzung ist damit aber nicht ausgeschlossen. Der Eröffnung der Brücke sind wir aber damit hoffentlich einen großen Schritt näher.

Nach Darstellung des Rotterdamer Architektenbüros werden die Kosten weiter steigen. Wie hoch und aus welchen Gründen?

Schlüter: Es ist tatsächlich aufgrund erforderlicher Nachtragsarbeiten mit Mehrkosten zu rechnen. Da die Schlussrechnung vom Architekten noch nicht abschließend geprüft worden ist, kann ich momentan noch keine genaueren Angaben machen.

Vor den Sommerferien sollte die Klangbrücke eröffnet werden. Ist davon auszugehen, dass sie vor den Weihnachtsferien für den Publikumsverkehr frei gegeben werden kann?

Schlüter: Es wäre zurzeit rein spekulativ, einen Zeitpunkt für die Eröffnung zu nennen. Ich hoffe natürlich, dass die Bevölkerung auf dieses Ereignis nicht mehr allzu lange warten muss.

Das, was einmal ein euregionales Vorzeigeprojekt sein sollte, hat Ihnen bislang nur Schwierigkeiten und Häme beschert. Würden Sie die Klangbrücke in dieser Form noch einmal realisieren wollen?

Schlüter: Ein solch einmaliges und besonderes Projekt bringt naturgemäß entsprechende Herausforderungen bei der Lösung auftretender Probleme mit sich. Es fördert natürlich auch kritische Stimmen zu Tage. Ich bin mir jedoch sicher, dass am Ende die Klangbrücke breite Zustimmung finden und auf ein nachhaltiges Interesse der Fachwelt stoßen wird. Noch einmal würde ich die Klangbrücke nicht realisieren wollen, denn sie soll ja einmalig bleiben.
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