Kita: Frelenberg: Rappelkiste mit eigenem Kinderrestaurant

Von: Wilfried Rhein
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Da kann man mitten in der Baus
Da kann man mitten in der Baustelle Vorfreude zeigen: Kita-Leiterin Andrea Schmitz-Pauli und einige Schützlinge der „Rappelkiste” am Platz des zukünftigen „Kinderrestaurants” im Frelenberger Neubau. Foto: Wilfried Rhein

Übach-Palenberg. „Und hier genau kommt unser Kinderrestaurant hin.” Andrea Schmitz-Pauli zeigt schon ein wenig von der Vorfreude auf eine Art Herzstück des neuen Kindergartens, der zurzeit in Frelenberg in die Höhe und Breite wächst.

Die Kinder, die - unter aller Vorsicht - schon mal kurz in die Baustelle reinschauen dürfen, lassen sich gerne davon begeistern. Denn sie und ihre Erzieherinnen erwartet etwas wirklich Einladendes, wenn die Kita im August 2012 mit Leben erfüllt sein wird.

„Rappelkiste” heißt der Hort für zwei Gruppen an der Theodor-Seipp-Straße, gleich neben der Christuskirche. Das Gotteshaus stammt aus dem Jahr 1954; rund fünf Jahre später entstand der Kindergarten. Das merkt man ihm an. Zeitgemäß, allein der architektonischen Raumteilung wegen, ist anders. Dieses Allgemeinwissen ist nicht neu. Jens Sannig denkt seit fast 20 Jahren über grundlegende Veränderungen nach.

Ausbau auf drei Gruppen

„Seit 1992 bin ich auch hier Pfarrer”, sagt der zudem als Superintendent seines evangelischen Kirchenkreises Jülich tätige Seelsorger. „Schon damals ist mir sofort die Idee der Modernisierung gekommen.” Allerspätestens mit der Forderung nach der Betreuung unter drei Jahre alter Kinder fehlt hier das passende Raumkonzept. Aber wie bezahlen?

„Der Landschaftsverband Rheinland schätzt das pädagogische Konzept unserer Kita”, betont Jens Sannig. Das geht auch mit zwei Gruppen zu jeweils 25 Schützlingen. Im neuen Haus sollen es überschaubarere drei Gruppen werden, je 20 Betreute einschließlich der insgesamt 18 Plätze der U3-Kinder. Das Finanzierungsrisiko für den unausweichlichen Schritt in die Moderne liegt aber beim Träger. Das ist der zum größten Teil von den Eltern gebildete Christliche Kindergartenverein. Der ist auch Mietpartner des privaten Investors aus Gangelt, der den Bau an der Theodor-Seipp-Straße herstellt.

Mit etwa 650 Quadratmetern wird die neue Kita dreimal so groß sein wie das jetzt noch benutzte Haus. Mit einem Aufwand von rund 1,3 Millionen Euro entstehen die Gruppenräume, separate Schlaf- und Wickelräume, das große Mehrzweckzimmer für körperliche Bewegung und die Besonderheit der „Rappelkiste”, das Kinderrestaurant mit Küche, gedacht als Begegnungsstätte für viele Gelengenheiten. „Praktisch ein Drehpunkt für die Aktivitäten, die wir als Familienzentrum pflegen”, sagt Andrea Schmitz-Pauli, Leiterin des Kindergartens.

Der Bedarf an Kitaplätzen für den Ortsteil und für die ganze Stadt Übach-Palenberg wird vom Kreis Heinsberg aktualisiert. Für Frelenberg ergibt sich ein Bedarf von fünf Gruppen; zwei davon werden seitens der katholischen Kirche vorgehalten. „Mit unseren drei Gruppen und der U3-Betreuung erreicht unser Einzugsbereich praktisch das gesamte Stadtgebiet”, sagt Andrea Schmitz-Pauli.

Ideen fürs Altgebäude

Mit dem aktuellen Konzept wird sich zudem die Personalstruktur verändern. Abhängig von den Anwesenheitsstunden der Kinder in der „Rappelkiste” - die Eltern wählen von 25 bis 45 Wochenstunden und zahlen entsprechend ihre Beiträge - werden zu den sechs festen Kräften (jetzt vier) weitere Fachkräfte (jetzt zwei) auf Stundenbasis eingestellt.

Bis zum Beginn der Betreuung im Neubau sollen auch Ideen gereift sein, was mit dem Altgebäude neben der Christuskirche geschieht. Es ist auch in der Hand des Gangelter Investors. Vorangegangen waren Grundstückstausche zwischen Kirche und Stadt, so dass auch vom Freigelände der Kita nichts abgegeben werden musste.

„Unsere Überlegungen zur Nutzung laufen”, sagt Pfarrer Jens Sannig. „Wir sehen auf jeden Fall eine soziale Verwendung, eventuell in Verbindung mit der Diakonie.” Was auch immer: „Es soll im Ganzen zu unserem Familienzen­trum passen”, meint Andrea Schmitz-Pauli. Das Kinderrestaurant ist dann schon eröffnet.
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