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Kaputtes Autoblech und neue Batterien

Von: Georg Schmitz
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Bei Hubert Schultes absolviert Rabea Klippel in Geilenkirchen eine Lehre zur Kfz-Mechatronikerin. Also musste auch die Auszubildende bei den erlebten eisigen Temperaturen - unter anderen Hilfsmitteln - öfter einmal die Batterie eines Autos wechseln. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Der Winter hat Kapriolen geschlagen. Zum Schaden der einen, zum Ertrag der anderen. Beispiel die Automobilbranche: Das Chaos auf einigen Straßen der Region spült den Autowerkstätten Mehrarbeit und damit auch Mehreinnahmen in die Kassen.

Der zusätzliche Umsatz resultiert aber in erster Linie nicht aus den witterungsbedingt steigenden Verkehrsunfallzahlen, sondern an der hohen Anzahl von technischen Pannen der Fahrzeuge. Schon im Dezember und vor allem Januar herrschte Hochkonjunktur beispielsweise beim Abschleppunternehmen Zimmermann in Geilenkirchen.

Als Not- und Pannendienst für den ADAC sind dessen drei Fahrzeuge fast ununterbrochen unterwegs. „In den vergangenen beiden Monaten hat sich unser Einsatzaufkommen auf Grund der Witterung verdoppelt”, sieht Hans-Jürgen Zimmermann diesen Umstand nicht ohne geschäftsbedingte Freude. Dafür müssen die Mitarbeiter natürlich auch nachts hinaus. „365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag”, sagt der Vertragsunternehmer. Dabei erweist sich die Verbindung zum ADAC als überaus vorteilhaft, denn bei fast 17 Millionen Kunden des Automobilclubs „fällt immer was ab”. Noch eines macht Hans-Jürgen Zimmermann froh: Alle drei Abschleppfahrzeuge haben den Winter bisher unbeschadet überstanden.

Bei Auto Schultes im Gewerbegebiet Fürthenrode-Selka stieg die Auftragslage auf Grund des Wetters ebenfalls an. „Besonders die Autos, bei denen die Wartungsintervalle nicht eingehalten wurden, bleiben auf der Strecke”, erklärt Hubert Schultes aus Erfahrung.

Bei regelmäßigen Inspektionen würden die Fahrzeuge auf „Herz und Nieren” geprüft. Dabei werde beispielsweise schnell festgestellt, dass der Frostschutz im Kühler oder die Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage nicht ausreichend bemessen sei. Oder eben die Batterie so gut wie erschöpft wäre. Letzteres sei in den zurück liegenden Wochen besonders häufig Ursache der Einsätze oder Werkstattarbeit gewesen. Viele Autos kamen wegen entleerter Batterien erst gar nicht mehr in Gang.

Während der Kostenrahmen des Kunden dafür überschaubar wäre, würde es „schlimm und teuer”, wenn das Wasser im Kühler friere. „Dann platzt der Kühler, und eine Überhitzung des Motors tritt ein”, klärt Hubert Schultes über die verheerenden technischen Folgen auf.

Peter Strauch aus Übach-Palenberg ist ebenfalls, wie viele weitere Werkstattinhaber dort, ein Nutznießer des hochwinterlichen Wetters. Gerade kommt er von einem der vielen Batteriewechsel zurück, schon muss sich der Kfz-Meister um einen reingebrachten Unfallschaden kümmern. Die Autos in seiner freien Werkstatt weisen ausnahmslos Unfallschäden auf, die in den vergangenen Tagen infolge von Schnee und Glatteis entstanden sind.

Neben den Instandsetzungsarbeiten nehmen jedoch auch die Reparaturen in diesen Wochen zu, denn: „Wer beispielsweise ein kleineres Problem mit der Bremse hat, der lässt die bei diesen Witterungsverhältnissen vorsichtshalber reparieren”, sagt Peter Strauch.

Er schildert zudem, dass sogar jetzt noch Fahrzeuge von Sommer- auf Winterreifen umgerüstet würden, meist aber als Ersatz für das verschlissene Profil. Grundsätzlich aber gilt: „Wer im Moment Winterreifen kauft, muss extrem hohe Preise bezahlen.” Trotz der Zunahme an Aufträgen ist der Meister nicht rundum glücklich. Anfang Januar haben unbekannte Diebe seinen Abschleppwagen vor der Werkstatt in Boscheln gestohlen. Was ihm seitdem an Abschlepptouren entgangen ist, kann Peter Strauch nur vermuten, bei Tauwetter.
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