Geilenkirchen - Kamerafahrzeuge von Google auch in Geilenkirchen unterwegs

Kamerafahrzeuge von Google auch in Geilenkirchen unterwegs

Letzte Aktualisierung:
Google Street View
Google fotografiert ganz Deutschland ab: Autos mit Aufbau wie diesem aus Hamburg wurden schon in Düren, Kreuzau und Jülich gesehen, nun auch in Geilenkirchen. Sie fotografieren Straße für Straße, Haus für Haus. Das Projekt heißt „Google Street View”. Foto: Wolfgang Plitzner

Geilenkirchen. Für manche Menschen mag der Gedanke bezaubernd sein, in Paris die Champs-Élysées entlang zu flanieren bis zum Place de la Concorde, auf dem der Obelisk von Luxor steil in den Himmel ragt - und in Wirklichkeit keinen Fuß vor die eigene Haustür setzen zu müssen. Stattdessen lässt sich Paris bequem vom eigenen Computer aus erkunden. Für manche Menschen mag der Gedanke wiederum ganz fürchterlich sein.

Jedenfalls macht es sich der Internetdienst Google gerade zur Aufgabe, die ganze Welt zu digitalisieren. Straßen, Plätze, Gebäude, ganze Städte und Staaten. „Street View” (zu deutsch: Straßenansicht) heißt dieses vor rund zwei Jahren gestartete Projekt, das Teil des „Google Maps” genannten und frei zugänglichen Straßenkartendienstes ist.

Nun hat Geilenkirchen mit Paris auf den ersten Blick nicht viel gemein. Doch könnte die Stadt an der Wurm bald ebenso leicht wie die Metropole an der Seine via Internet erfahrbar sein. Denn ein spezieller Kamerawagen der Firma Google ist dieser Tage in unmittelbarer Umgebung Geilenkirchens gesichtet worden.

Sein Auftrag: Bildmaterial sammeln, das später wie in einem Puzzle zu Rundumsichten zusammengefügt wird. Das Unternehmen preist dieses Angebot als eine „zusätzliche Dimension der Wahrnehmung” an, „indem es den Nutzern ermöglicht, einen Standort so zu betrachten, als wenn sie selbst auf der Straße stünden”.

Allerdings hat „Street View” in den vergangenen Monaten nicht nur für uneingeschränkte Begeisterung gesorgt. So sind sich die Datenschutzbeauftragten der Länder darin einig, dass die Öffentlichkeit über geplante Kamerafahrten informiert und Widersprüche Betroffener auch vor der Veröffentlichung berücksichtigt werden müssen.

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