Übach-Palenberg - Junge Genies aus entspannter Atmosphäre

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Junge Genies aus entspannter Atmosphäre

Von: Christina Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
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Sehr gut gemacht! Für ihren Vortrag anlässlich der Projektwoche, die sich mit dem Inhalt von Büchern und praktischen Ableitungen daraus befasste, bekam Vorleserin Klara Tasidis (l.) den ersten Preis unter den Erstklässlern der Übach Grundschule. Foto: Christina Kolodzey

Übach-Palenberg. Lesen, vom Lateinischen „legere“, etwa „sammeln, auswählen, lesen“, ist eine der wichtigsten Fertigkeiten, die wir beherrschen müssen. Dadurch können wir in andere Welten eintauchen, faszinierende „Abenteuer im Kopf“ erleben.

Schnell kommen auch Kinder auf den Geschmack, wenn ihnen durch Leseförderung Interesse daran vermittelt wird. So wie jetzt in der Übacher Grundschule.

Kinder erfahren auf diese Weise weitaus mehr über die Welt als durch Fernsehen und Computerspiele und verbessern ihre Konzentrationsfähigkeit und Disziplin. Am wirkungsvollsten ist es, wenn Eltern gerne schmökern und eine Vorbildfunktion ausüben. Doch auch schulisch können wertvolle Beiträge geleistet werden. In der Katholischen Grundschule Übach hieß es in der vergangenen Woche „Auf ins Leseland“. Verschiedene Projekte, die mit Lesen zu tun hatten, standen zur Auswahl, wobei jeweils ein Buch das Thema vorgab.

Die Schüler wurden jahrgangsübergreifend unterrichtet, so dass sich jeder das aussuchen konnte, was ihn am meisten begeisterte. Wer das Indianerbuch „Fliegender Stern“ vornahm, konnte parallel dazu und unter Anleitung von Lehrerin Christel Hartmann Trommeln, Traumfänger, Tipis und Totempfähle basteln und bemalen. Weiterhin wurden Theaterstücke vorbereitet und gesungen. Dazu las auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch vor, worüber sich die Kinder freuten – besonders jedoch über die mitgebrachte Schokolade.

Klassenintern fanden Lesewettbewerbe statt, und alle Gewinner kamen in die spannende Endausscheidung, je zwei pro Jahrgang. Auf dem Tisch der Jury, bestehend aus Kevin Herzog, Mitglied der Elternpflegschaft, Andrea Faulwetter, Reinhold Krestan und Stefanie Löschner, Inhaberin einer lokalen Buchhandlung, lockten die farbenfroh verpackten Geschenke: Büchergutscheine und Zeichenstifte. Erwartungsvoll drückten die Zuhörer, groß und klein, ihren Favoriten, von denen sich manch einer zuvor in der Cafeteria an den leckeren Backwaren des Elternvereins gestärkt hatte, die Daumen.

Schweres Amt für Jury

Lehrerin Stefanie Collins gab das Signal zum Start, und nacheinander trug jeder eine lustige Geschichte vor, wobei das flüssige Lesen und die gute Betonung das still lauschende Publikum sehr beeindruckten. Donnernden Applaus gab es als verdienten Lohn dafür, und die Jury hatte es nicht leicht, eine Entscheidung zu fällen. Mit dünnem Vorsprung gewann aus der 1. Klasse Klara Tasidis vor Marie van Cleev, aus der 2. Klasse Tanja Conrads vor Mia Schüder, aus der 3. Klasse Frederike Werner vor Jay-Ly nu Karnath und aus der 4. Klasse Angelika Rahim vor Nico Berger.

Wer nach dem Stillsitzen etwas Lust auf Bewegung verspürte, war bei der „Leserallye“ quer durch die Schule gut aufgehoben und konnte altersgerechte Fragen über Bücher beantworten oder sich auf der Bücherbörse umschauen und die Eltern bitten, eins der Exemplare zu kaufen. Irmgard Pollex, Schulleiterin, gab dazu noch einen Tipp: Sie wies zufrieden auf die an diesem Tag neu eröffnete Schulbücherei hin und freute sich, dass nun jedes Kind die Möglichkeit habe, kostenlos Lesestoff auszuleihen und mit nach Hause zu nehmen. Die Lesewoche zeigte, dass Schule in entspannter Atmosphäre ohne Notendruck großen Spaß machen kann. Beim 4.-Klassen-Projekt „Leonardo da Vinci“, betreut von Emmy Preuth, konnte man gar beobachten, dass mitunter enorme kreative Potenziale frei wurden.

Die Beschäftigung mit diesem Univeral-Genie regte den Erfindergeist der Kinder derart an, dass sie Prototypen der Butterbrot-Schmier-Maschine, Hausaufgaben-Maschine, Geldmaschine und Denkmaschine fabrizierten. Alex Mestir (10), Schöpfer der „Alles-Mach-Maschine“, gab allerdings sehr weise zu bedenken: „Die Denkmaschine hat Nebenwirkungen. Man kann dumm davon werden, wenn man sie zu oft benutzt.“

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