Geilenkirchen - Johannes-Schützen in Hünshoven feiern ihr 350-jähriges Bestehen

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Johannes-Schützen in Hünshoven feiern ihr 350-jähriges Bestehen

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Geilenkirchen. Die Sankt-Johannes-Schützen in Hünshoven feiern ihr 350-jähriges Bestehen ab dem heutigen Freitag. Einen abschließenden Blick in die Chronik bis in die Jetztzeit hat wieder Johannes Hahnen geworfen.

1964, im Jahr des 300-jährigen Bestehens, repräsentierte König Bernhard Große mit seiner Frau Ernestine beim Bezirksschützenfest. Die Organisation mit großem Festzug durch den Ort sowie Feldgottesdienst auf dem Hünshovener Schulhof verlangte einen hohen Einsatz vieler Schützenbrüder und wurde noch lange lobend erwähnt.

Als Ausklang wurde am Dienstagabend die früher übliche „Landpartie ins Grüne“ veranstaltet. Dazu hatten einige Schützenbrüder im Park von Schloss Trips eine provisorische Theke aufgebaut, zudem Strom- und Wasserleitung verlegt. Die Lösung des Wetterproblems fand Friedel Lamersdorf, der 1967 mit einigen weiteren Schützenbrüdern den Hünshoverhof eroberte und dort die längste Theke von Geilenkirchen mit Überdach errichtete. Abends wurde alles abgebaut, um den Hünshover Hof für die Getreideernte funktionsfähig zu machen.

Dazu gab es den „Resteverzehr“ der angebrochenen Getränke. Für die fleißige Mannschaft wurden gerne noch zusätzliche Getränke „angebrochen“ und ein Spanferkel zubereitet. Daraus entwickelte sich ein Veranstaltungshöhepunkt, der bis zu tausend Gäste lockte – diese Akzeptanz ist in den vergangenen Jahren wieder abgeflaut –, so dass der Aufräumabend auf den Mittwoch verlegt wurde.

Ihr 25-jähriges Bestehen feierte 1974 das bruderschaftseigene Trommlerkorps. Das Domizil befand sich rund 30 Jahre in den vom Korps ausgebauten Räumen über den Pferdeställen des Hünshoverhofes. Es löste sich kurz nach dem 50-jährigen Bestehen Anfang 2000 leider auf. Auch eine Bläsergruppe wurde 1969 von mehreren Schützenbrüdern ins Leben gerufen.

Einer der Probenräume befand sich damals in der alten Friedensburg. Zehn Jahre später gründete sich die Stadtkapelle. Beide Vereine fusionierten 1992 zur St.-Johannes-Schützenkapelle Hünshoven. Unter der Leitung von Will Cremers spielt die Kapelle zu Schützenveranstaltungen in Hünshoven und auch darüber hinaus.

Eine weitere Aktivität der Bruderschaft war das von Hans Dohmen ins Leben gerufene Jugendzeltlager an der Rur, am Rande von Monschau. Durch diese Jugendbetreuung gab es zur damaliger Zeit keine Nachwuchssorgen bei den Seniorschützen.

Im Jahr 1988 erstellte der damalige Vorsitzende Josef Kuhlen eine neue Satzung. Der Eintrag ins Vereinsregister geschah am 9. Februar 1989. Seit dieser Zeit nennt sich die Gesellschaft „St.-Johannes-Schützenbruderschaft von 1664 Hünshoven e.V.“

Eine gute Tradition der Schützen ist die Gestaltung des St. Martinszuges. Er wurde in den 1960er Jahren ebenfalls von Hans Dohmen ins Leben gerufen und von Friedel und Karl-Josef Lamersdorf, Harald Mispelbaum und inzwischen von Gerd Kurjawski organisiert. Dazu gehört Fred Schaffrath hoch zu Ross als „St. Martin“ – der in diesem Jahr zum 25. Mal auftritt, mit Wolfgang Davids als Bettelmann.

Ein besonderes Schützenjahr war 1993, als Präses Pastor Werner Berghaus den Vogel abschoss. Mit einer großen Schützenabordnung besuchte man damals auch die Kirmes in Kreuzrath im Bergischen Land, der früheren Wirkungsstätte von Pastor Berghaus, und nahm auch dort am Umzug teil.

Alljährlich trifft sich die Schützenfamilie Anfang Januar im Pfarrsaal zum Kameradschaftsabend, der als Dankeschön für die Frauen und Männer, die zum Gelingen der Veranstaltungen des vergangenen Jahres beigetragen haben, gedacht ist. „Der Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der Schützenfamilie, zusammen mit Freunden und Helfern“, heißt es, „sind ein wichtiger Eckpfeiler im Leben der Bruderschaft und verdienen es bei der 350-Jahrfeier besonders herausgestellt zu werden.“

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