Jetzt nur noch 62.000 Euro für Bürgerbüro im Rathaus

Von: Udo Stüßer
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Geilenkirchen. Im Geilenkirchener Rathaus wird ein Bürgerbüro eingerichtet: Dies hat der Umwelt- und Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Nur die Bürgerliste stimmte dagegen.

„Als wir in den Wahlkampf gezogen sind, haben wir uns für die Einrichtung einer bürgerfreundlichen Verwaltung sowie einem Bürgerbüro ausgesprochen. Dies tun wir auch heute noch. Nur wussten wir zu dieser Zeit noch nicht, dass wir mit großen Schritten auf ein Haushaltssicherungskonzept zusteuern werden”, erklärte Johann Graf für die Bürgerliste.

„Man muss sich nun die Frage stellen, können wir uns bei der heutigen wirtschaftlichen Lage, in Zeiten knapper Kassen, überhaupt erlauben, ein solches Projekt durchzuführen, wenn auf der sozialen Seite und in der Jugendförderung Kürzungen vorgenommen werden?” Graf plädierte für eine kostengünstigere Einrichtung einer Empfangstheke mit Sachbearbeitern im Rathaus.

Mit der Kostenfrage hatten sich die Stadtverordneten schon in vorherigen Ausschusssitzungen beschäftigt. Bereits am 30. Juni 2010 hatte sich der Stadtrat für die Einrichtung eines Bürgerbüros ausgesprochen, nachdem der beauftragte Architekt Dipl.-Ing. Dieter Wimmers erste Planungen vorgestellt hatte.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 27. Oktober erfolgte keine Beschlussfassung, der Punkt wurde wieder in den Bauausschuss mit der Forderung verwiesen, einen kostengünstigeren Vorschlag zu erarbeiten. Die damalige Planung sah ein Investitionsvolumen in Höhe von 125.000 Euro vor. Daraufhin haben die Verwaltung und der beauftragte Architekt ein Konzept erarbeitet, das sich von der bisherigen Planung abhebt, aber mit 62.000 Euro auch wesentlich kostengünstiger ist. Hinzu kommen noch Investitionen für Brandschutz und Barrierefreiheit in Höhe von etwa 20.000 Euro.

Manfred Schumacher (CDU) befürchtete, dass man mit 62.000 Euro nicht auskomme. Aber: „Die CDU kann verstehen, dass die Stadtverwaltung einen bürgerfreundlichen Empfang im Rathaus will. Die CDU wird zähneknirschend zustimmen, möchte aber, dass unser Vertrauen nicht missbraucht und die Kosten nicht überstiegen werden.”

Dr. Stephan Evertz (Die Grünen) freute sich auf „eine Verbesserung des Services” und zeigte sich zuversichtlich: „Durch effizientere Arbeitsabläufe im Rathaus werden Einsparungen stattfinden.” Auch Uwe Eggert (SPD) begrüßte die Planung: „Auch wir freuen uns, wenn wir bei den veranschlagten 62.000 Euro bleiben.” Und Markus Melchers (FDP): Die Planung ist annehmbar. Wir werden zustimmen.”

Um die Kosten zu senken, haben Architekt und Verwaltung auf einige abgetrennte Einzelbüros verzichtet und drei Beratungsplätze eingeplant, die durch mobile Trennwände voneinander abgegrenzt sind. „Die dadurch entstehende Mischung aus zwei geschlossenen Büros, drei offenen Beratungsplätzen und einem offenen Warte-/Spielbereich ergibt zusammen mit der Infotheke ein räumliches Angebot, das sich funktional und in der Gewährleistung einer ausreichenden Diskretion in ähnlicher Form in zahlreichen Kommunen vergleichbar vorfinden lässt”, plädiert die Verwaltung für die Planung.

Auch stellt sie klar: „Sowohl die Barrierefreiheit als auch der Brandschutz müssten bereits im heutigen Gebäudezustand hergestellt beziehungsweise angepasst werden.” Eine brandschutztechnische Überarbeitung der Flucht- und Rettungswegsituation sei auf jeden Fall erforderlich.
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