Übach-Palenberg - Jecke feiern, bis der Treppenflur beinahe platzt

Jecke feiern, bis der Treppenflur beinahe platzt

Von: agsb
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Die Kostümsitzung der ÜPKG hielt nicht nur programmmäßig was sie versprach: Selbst fesche Katzen hatten ihren Spaß in der Übacher Stadthalle, hier. Fotos (2): agsb Foto: agsb

Übach-Palenberg. Rund 15 Minuten vor dem offiziellen Start zur Kostümsitzung der ÜPKG war die Stadthalle bereits bestens gefüllt. Die Sitzungskapelle um Helmut Blödgen aus Köln heizte der jecken Meute gleich zu Beginn mächtig ein. Die ÜPKG freute sich über viele bunte Kostüme der Gäste, es schien schon Rosenmontag in Übach zu sein.

Beim Anblick der bunten Halle war der Einmarsch des Elferrates dann noch stimmungsvoller als sonst, zumal die ÜPKG die Öcher Penn mit im Gepäck hatten. Die große Garde sowie weitere Jecke aus der Printenstadt füllten den Treppenflur, sodass dieser nahezu aus allen Nähten platzte.

Den Besuchern in der Stadthalle bot sich ein farbenprächtiges Bild – das viele mit ihren Kameras in einem prächtigen Blitzlichtgewitter festhielten. Die Tanzgarden waren hier ein erstes Highlight. Die Tänzerinnen wirbelten nur so durch die Luft. Jeder Handgriff saß felsenfest, allesamt hatten viel trainiert und präsentierten sich mit einer Bombenkondition.

Als nächster Top-Act wurde Addy Aexon begrüßt. Der Bauchredner pendelte zwischen vier Stimmen hin und her, ist einer der besten Bauchredner Deutschlands. Gleich zwei Puppen zauberte er aus seiner Tasche, erweckte diese zum lustigen Leben. Urkomisch war auch eine Nummer, die er für zwei Elferratsmitglieder vorbereitet hatte.

Diese unterstützten zur linken und rechten Hand den Bauchredner – aber die Regie führte Addy Aexon. Durch Handdrücken mussten die beiden den Mund auf und zu machen, konnten sich aber selbst das Lachen nicht verkneifen. Eine sehr hohe und eine sehr tiefe Stimme aus dem Elferrat waren so gemeinsam auf der Bühne vertreten.

Dass das Palenberger Land auch starke eigene Akteure hat, wurde danach eindrucksvoll demonstriert. Ramona Breuer als Tanzmariechen wirbelte wie zuvor die Asse der Öcher Penn über die Bühne, erhielt nahezu frenetischen Beifall.

Auf den Spuren von Norman Langen als Schlagersänger scheint Ex-Stadtprinz Daniel Klein zu sein. Zunächst alleine und nachher mit seiner Michaela wurde ein Karnevalshit nach dem anderen präsentiert und Übach feierte kräftig mit. Anschließend überraschten im Laufe des Abends Daniel Klein und Elferratsmitglied Rene Offermanns als Gesangsduo und sorgten somit für eine fabelhafte Stimmung. Der Elferrat hat wahrliche Talente in der Runde.

Et Trömmelche jeht

Die alten Kameraden (St.-Sebastianus-Schützen) erlebten in ihren Kostümen aus der Jahrhundertwende und mit Trommeln ausgestattet einen stürmischen Empfang und legten auf der Bühne gleich los. Es ging mehr als ein Trömmelche in Übach, die Trommelstöcke waren mit bloßem Auge kaum noch zu erkennen – so schnell wirbelten die alten Kameraden taktvoll zur Musik.

Blödsinn pur gab es dann durch die „2 jeflappte us Kölle“. Einer ist hierbei immer der Dumme, wobei auch der Klügere ganz schön was einstecken musste. Die beiden sind auch exzellente Musiker mit Geige und Saxophon – dies alles vermischt mit einer gehörigen Portion rheinischem Karneval – es war die große Nummer des Abends und traf genau das Herz aller Jecken.

Einen Riesenauftritt gab es durch die Blaue Funken Artillerie Weisweiler von 1978 mit ihren drei Show- und Tanzgruppen. Hier gab es allerhöchstes Niveau mit sensationeller Akrobatik – besser geht es einfach kaum. Auch der Applaus wollte kein Ende nehmen und es gab stehende Ovationen. Mit drei Bussen rückte Weisweiler an und jagte danach zum nächsten Termin – die Showtanz- und Tanzgarden begeisterten alle.

Zum Abschluss freuten sich alle auf bekannte Gesichter aus Mainz. Die QBA-Band ist schon lange Stammgast in Übach und man weiß, was kommt. Die Mundartband legte los und riss alle von den Stühlen. Alaaf und Helau vermischt, Übach erlebte eine weitere Sternstunde in der fünften Jahreszeit.

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