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Janusz-Korczak-Schüler machen Power Paul stolz

Von: Jan Mönch
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Mülltrennen war das Thema der Klasse 1.2: Die Schüler zeigen ihre Medaille „Mülltrennungsprofi“. Foto: Jan Mönch
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Mülltrennen Klasse 1.2 Foto: Jan Mönch
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Mülltrennen, Klasse 1.2 Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen-Beeck. Und wo um alles in der Welt ist Power Paul? Ein bisschen anders, das ist nicht zu leugnen, hatten die Schüler der Janusz-Korczak-Schule in Beeck sich die Sache doch vorgestellt. Das ist eindeutig von den Gesichtern abzulesen.

Alle 50 Schüler haben an dem Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt“ teilgenommen, den der Energieversorger EWV in diesem Schuljahr bereits zum 12. Mal ausgeschrieben hat. Am Freitag präsentierten die Schüler, die in acht Gruppen aufgeteilt worden waren, ihre Arbeitsergebnisse. Allerdings eben nicht wie erhofft für Power Paul.

Im Zeichen des Umweltschutzes

Power Paul ist das Maskottchen zu dem Wettbewerb, ein knollennasiger kleiner Kerl mit Stirnband. Wer auch immer ihn ersonnen hat, hat anscheinend den Nerv von Kindern im Grundschulalter getroffen. Das Treffen mit Power Paul gibt es nämlich erst auf der großen Abschlussveranstaltung am Ende des Schuljahrs, zu der sämtliche Gruppen eingeladen werden. Dass die Kinder da offenbar etwas falsch verstanden haben, kann natürlich passieren.

Machte aber dann doch nichts, denn anstelle von Power Paul hatte die EWV Klaudia Ratzke geschickt, die sich die Arbeit sämtlicher Gruppen – angefertigt im Rahmen einer Projektwoche – zeigen ließ und fotografisch dokumentierte. Kommendes Jahr wird eine Jury darüber entscheiden, welche Gruppen am besten abgeschnitten haben.

Verdient hätten sich eine gute Platzierung ganze sicher alle Schüler der Janusz-Korczak-Schule. Als Klaudia Ratzke die Einrichtung betritt, steht diese ganz im Zeichen des Umweltschutzes. „Was können wir für unsere Vögel tun?“, ist ein großes Plakat an einer Wand überschrieben. Die Antworten liefert die Arbeit der Klasse 3 natürlich gleich mit: Füttern im Winter und vogelsichere Glasscheiben einsetzen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Ein Stockwerk höher dann ist alles ordentlich vermüllt – aber auf organisierte Weise: Hier lernt der Besucher, wie man seinen Abfall zu trennen hat. „Milchtüten gehören in den gelben Sack, nicht in den Papiermüll“, erklärt ein Junge aus der Klasse 1.2 Klaudia Ratzke. Ganz recht, darin ist nämlich ordentlich viel Kunststoff.

Dass es in der Janusz-Korczak-Schule vereinzelt Leute gibt, die es mit dem Mülltrennen nicht so genau nehmen, fanden auch die Schützlinge von Verena Koltermann aus der Klasse 2.3 heraus. Die wollten sich zwar eigentlich mit der Herstellung von Papier beschäftigen. Aber was fand ein junger Mann namens Jason da in einem Papiermülleimer? „Vergammelte Bananen“, berichtet er empört. Und das im eigenen Haus! Nur gut, dass die Schüler von Natalie Weber nach dieser Projektwoche waschechte Müllpolizisten sind. So etwas sollte also wirklich nicht mehr vorkommen.

Aber zurück zum Papier, mit dem Jason sich ja eigentlich beschäftigt hat: „Das haben vor 2000 Jahren die Chinesen erfunden“, weiß er. Und weil die Chinesen in Sachen Erfindungsreichtum schon immer gute Vorbilder waren, machten Jason und seine Klassenkameraden sie gleich mal nach: Mithilfe von Wasser wurde altes Zeitungspapier eingeweicht und verquirlt, dann ordentlich ausgequetscht und zu frischem Recycling-Papier getrocknet. Das war natürlich eine ganz nette Sauerei, aber Spaß gemacht hat es trotzdem oder vielleicht sogar gerade aus diesem Grund. Vor allem aber wissen die Schüler jetzt: Auch vermeintlicher Abfall kann ein wiederverwertbarer Rohstoff sein.

In der Klasse 2 hingegen hat man sich mit dem in der Nähe vorbeiplätschernden Beecker Fließ beschäftigt. Was man dort vorfand, war allerdings nicht erfreulich: Der kleine Bach und seine Umgebung bieten nämlich nicht nur Pilzen und kleineren Tieren eine Heimat, sondern von Zeit zu Zeit auch echten Schweinigeln. Stolz präsentieren die Schüler von Gundula Zabel säckeweise Unrat, den sie eigenhändig eingesammelt haben. Von Altglas über ausgediente Schläuche bis hin zu Plastikresten ist so ziemlich alles dabei, was die Schüler nicht mehr in ihrer Umwelt haben möchten. Darum werden sie auch weiterhin ein Auge auf „ihren“ Bach haben, versprechen sie. Auch Power Paul wird das ganz sicher gerne hören.

Neben den genannten Themen beschäftigten sich Schüler der dritten Klasse damit, einen Schulgarten anzulegen. Die Schüler des vierten Jahrgangs, die in insgesamt drei Gruppen aufgeteilt worden waren, machten Frösche im Schulteich, Klimaschutz sowie „Natur spüren“ zu ihren Themen.

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