Geilenkirchen - Initiative gegen Awacs-Emissionen befürchtet mehr Lärm

Initiative gegen Awacs-Emissionen befürchtet mehr Lärm

Von: Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Die Initiative gegen Awacs-Emissionen fordert eine Novellierung des Fluglärmgesetzes. Der Verein mit den Geilenkirchener Stadtverordneten Jürgen Benden (Grüne) und Stefan Kassel (FDP) an der Spitze will damit einen größeren Lärmschutz für die Geilenkirchener Innenstadt erreichen.

Das machten die beiden Vereinsvorsitzenden am Donnerstagabend auch gegenüber den Landtagsabgeordneten Arndt Klocke (Grüne) und Christof Rasche (FDP) deutlich. Sie baten die Vertreter von Regierungs- und Oppositionsparteien bei ihrer Versammlung im Geilenkirchener Hotel Jabusch, in Düsseldorf zu prüfen, inwieweit die Geilenkirchener Bürger vor Fluglärm geschützt werden können. „Sogar die Geilenkirchener Innenstadt gehört derzeit nicht zum schützenswerten Bereich“, kritisierte Jürgen Benden, der künftig mit mehr Flugverkehr über Geilenkirchen rechnet.

„Nach dem Urteil aus dem Jahre 2010 in den Niederlanden, nach dem die Kappung der Bäume auf niederländischer Seite nicht rechtens war, befürchte ich, dass mit dem Fällen der Bäume in der Teverener Heide bereits Fakten für mehr Flugverkehr geschaffen wurden“, erklärte Benden. „Und jetzt sollen auch noch die Eichen entlang der K3 zwischen Teveren und Nierstraß gekappt werden“, schimpfte er.

Die Nato, so befürchtet Benden, wolle die Niederlande von Lärm entlasten, weil dort die Proteste der Bürger und die Unterstützung dieser protestierenden Bürger durch die Politik größer seien. Benden befürchtet, dass der Flugverkehr nach der Sanierung der Start- und Landebahn zunimmt.

Hindernisfreiheit

Dem widerspricht der Awacs-Verband: „Wir brauchen Hindernisfreiheit, damit wir sicher fliegen können. Die Bäume sind auf einer großen Fläche zu hoch geraten“, erklärt ein Sprecher. Und auf die Start- und Landebahn müsse nach mehr als 30 Jahren lediglich eine neue Betondecke aufgetragen werden.

Mit der Sanierung der drei Kilometer langen Start- und Landebahn soll im Mai begonnen werden. Im Herbst soll sie fertiggestellt sein.

Während auf dem Teverener Flugplatz die neue Betonschicht aufgebracht wird, werden die Flugbewegungen reduziert. In dieser Zeit starten und landen die Aufklärungsflugzeuge überwiegend auf den vorgeschobenen Einsatzflugplätzen.

Derweil prüft die Nato noch, inwieweit der Verband in Geilenkirchen reduziert werden kann. In der Diskussion ist in Brüssel neben einer Personalreduzierung auch eine Reduzierung der Aufklärungsflugzeuge um drei auf 14. Mit einer Entscheidung rechnet der Geilenkirchener Verband aber erst im kommenden Jahr. Eine Reduzierung der Flugzeuge muss aber nicht eine spürbare Reduzierung der Flugbewegungen und des Fluglärms bedeuten.

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