In Vielfalt und Qualität sucht der Instrumentalverein nach Grenzen

Von: hama
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Das Jugendorchester des Instrumentalvereins St. Josef aus Breberen-Schümm unter der Leitung von Tim van Heel bietet eine solide Grundlage, was die Ausbildung angeht, und es führt die Kinder nahtlos in die Gruppe der „großen“ Solisten ein. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Breberen. „Welche Steigerung hätte es nach unserem vorjährigen Motto ,Männer‘ denn noch geben sollen?“, fragte einer der Musiker des Instrumentalvereins Breberen süffisant. Und ein Blick auf das Programm zeigte, was er meint. „Einfach himmlisch!“ war das Thema dieses Jahres, und damit waren die Musiker aus dem Dorf mit den vielen Ortsteilen ganz oben angekommen.

Mal sehen, was da in rund zwölf Monaten noch folgen kann. Dass das Konzert im vergangenen Jahr als eines der besten in die Vereinsgeschichte eingegangen ist, macht es für Büb Mühlenberg, der das Gesamtorchester leitet, und Tim van Heel, der den Taktstock bei den Jugendlichen schwingt, nicht einfacher. Es scheint auch so zu sein, dass die Festhalle Breberen im Zuschauerbereich wie auf der Bühne zu klein wird. Deutlich über 300 Gäste im Forum und 70 Musiker auf der Bühne – mehr geht kaum.

Im Jugendorchester geht man die Dinge locker an. Hier sitzt noch lange nicht jeder Ton perfekt, und welches Arbeitsklima zwischen den Kleinen, den Mittleren und den Großen mit Tim van Heel herrscht, zeigt der Spruch „Hakuna Matata“ (Alles wird gut), den der Nachwuchs dem Dirigenten mit auf die Bühne gab.

Die Melodien aus „Der König der Löwen“ war dann auch das Stück, das in seiner Komplexität den hohen Ausbildungsstand der Gruppe zeigte. „House of Dance“ und „The Lord of the Rings“ waren die anderen Stücke. Also: Nachwuchs ist nicht das Problem, die musikalische Leitung „kampferprobt“ und in sich ruhend – und der Instrumentalverein in Bestbesetzung. Es fehlt wirklich nur an Platz auf der Bühne.

Bunt und klanggewaltig

In nahezu allen Registern bestens besetzt kommt die Gruppe klanggewaltig daher. Was die Rhetorik angeht, hat man da mit Thomas Jansen und Anna van Heel zwei, die in einer ungewöhnlich lockeren Art durch das Programm führen. Zu „Einfach himmlisch!“ wurden die Zuschauer gebeten, auf „Wolke 7“ Platz zu nehmen und dem zu lauschen, was der Musikrat ausgesucht, der Dirigent eingetrichtert und die Musiker in vielen Probenstunden gelernt haben. Um es vorweg zu nehmen: Das letzte Konzert im Reigen der Feierlichkeiten zum 110-jährigen Bestehen des Musikvereins bescherte den Gästen wieder einen wunderbaren Abend zwischen Himmel, himmlischen Tönen und einem wunderschönen Mond, der die Gäste beleuchtete, als alle nach Hause gingen. Vorher gab es klanggewaltig das bunte Programm, dass sich mit „Sweet Sunset“, mit einem wunderbaren Oboe-Solo von Melanie van Heel, „Der Sonne entgegen“, dem traumhaften Medley „Space and Beyond“, der „Glühwürmchenparade“, Stücke aus „Die Feldermaus“, dem „Astronautenmarsch“ und schlussendlich „Jesus Christ Superstar“ dem Himmel ganz oben näherte.

Vielleicht etwas enttäuscht waren diejenigen unter den Besuchern, die sich noch an den Musikantenchor des vorigen Jahres erinnerten, als zehn wagemutige Herren dem Motto des Abends folgend Grönemeyers „Männer“ in die Runde schmetterten. Bei der dritten Zugabe sang dann allerdings das ganze Orchester „Dem Land Tirol die Treue“.

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