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In Touristenzentren ist von Türkei-Unruhen nichts zu spüren

Von: st
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Elfriede Gottschalk vom gleichnamigen Geilenkirchener Reisebüro sagt, dass man auch jetzt getrost in die Türkei reisen kann. Foto: G. Schmitz

Geilenkirchen. Traumhafte Strände, tiefblaues Wasser, Sonne pur: So kennt man die Türkei. Seit Tagen beherrschen aber andere Bilder die Nachrichten, Bilder von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten und Tränengasgranaten. Ist die Urlaubsidylle getrübt?

„In den türkischen Urlaubsgebieten, ob Alanya, Side oder Belek, ist von den Unruhen überhaupt nichts zu spüren“, sagt Rainer Jansen von TJC Reisen in Geilenkirchen. Selbst in der mehr als 600.000 Einwohner zählenden Stadt Antalya, so hat er bei einem Telefonat erfahren, gebe es lediglich kleinere Demonstrationen, aber kein Eingreifen der Polizei.

Die Lage in der Türkei werde vom Deutschen Reisebüroverband sorgfältig beobachtet. „Und die Veranstalter haben ihre Leute vor Ort, die die Risiken einschätzen“, erklärt Jansen. Allerdings könne es bei Städtereisen, beispielsweise nach Istanbul, zu Beeinträchtigungen kommen. In den Urlaubsgebieten sei das bislang nicht der Fall. Anfragen von besorgten Kunden oder gar Stornierungen habe es bislang nicht gegeben.

Auch Elfriede Gottschalk vom Geilenkirchener Reisebüro Gottschalk erklärt, dass man getrost in die Türkei reisen könne. „Weder das Auswärtige Amt noch die Veranstalter raten von einer Türkeireise ab. In den Touristengebieten merkt man von den Unruhen nichts.“ Die Kunden, die bereits gebucht haben, hätten auch nach den neuesten Nachrichten aus der Türkei keine Bedenken: „Sorgen macht sich keiner.“ Städtereisen, beispielsweise nach Istanbul, würden ohnehin im Sommer kaum gebucht. Die würden überwiegend für den Herbst, wenn es nicht mehr ganz so heiß ist, eingeplant.

Inge Scheffler von Inges Reisewelt in Grotenrath würde jetzt auch nach Istanbul fliegen, allerdings den Gezi-Park meiden. „Wir besuchen ja auch München und Berlin, wenn dort Demonstrationen stattfinden“, sagt sie. Die Türkei werde weiter fleißig gebucht. „Diejenigen, die jetzt aus der Türkei zurückgekommen sind, haben überhaupt nichts davon mitbekommen. Sie haben das nur im Fernsehen gesehen.“

Ganz andere Sorgen hat Petra Offermanns von Holiday Reisen in Übach-Palenberg. „Die Preise laufen uns weg. Viel schlimmer als die Unruhen ist, dass ein Türkeireisespezialist in Insolvenz gegangen ist. Nun suchen Reiseveranstalter Flüge, die sie dann zu erhöhten Preisen einkaufen müssen.

Dadurch wird eine Türkeireise manchmal um einige hundert Euro teurer und der bislang günstige Türkeiurlaub dadurch unattraktiver“, erklärt Offermanns. Wegen der Demonstrationen hingegen würde sie nicht von einer Türkeireise abraten: „Als in Ägypten demonstriert wurde, waren auch nur Kairo und Alexandria betroffen. In den Touristengebieten waren sie nicht spürbar.“

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