Geilenkirchen - In Tarnkleidung und ganz ohne Internet

In Tarnkleidung und ganz ohne Internet

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Ein ganz anderes Lebensgefühl: Tarnanzug und luftiger Unterstand beim „Survivaltraining” des Jugendzentrums.

Geilenkirchen. „Trainingsfahrt” nannten es die einen, „Survivaltraining”, also eine „Überlebensübung”, die anderen. Ziel für den jedenfalls ungewöhnlichen Ausflug des Jugendzentrums „Zille” war Hürtgenwald im Dürener Eifelgebiet.

In Zusammenarbeit mit Förster Stefan Burgay und dem Jugendwaldheim Raffelsbrand wie auch mit Hilfe der Finanzierung durch den Landschaftsverband Rheinland konnte das Konzept die Tat umgesetzt werden. Zehn Jugendliche begaben sich gemeinsam mit den Betreuern Robby t´Lam, einem ehemaligen Ausbilder bei der Marine-Infanterie, und Zille-Leiterin Nadine Gärtner, die auch Anti-Gewalt-Trainerin ist, in den Wald. Verzicht auf jegliche Art von Luxus war erstes Gebot.

So waren beispielsweise auch Handys und MP3-Player für die Jugendlichen tabu. Zigaretten waren ebenfalls verboten, so dass einige Jugendliche sich ihren „Alltagssüchten” stellen mussten. „Gerade für die Stadtjugend stellt der Verzicht auf das Internet eine Herausforderung dar”, schildert Nadine Gärtner.

In der Natur hieß das Ziel die Sinne zu schulen, den eigenen Wert als wichtiges Gruppenmitglied zu erkennen, seine Grenzen und die Grenzen anderer zu erfahren. Ein Projekt, das „wach macht”, das hilft, sich selbst neu zu entdecken und - entgegen der Meinung vieler Anbieter - zu erkennen, wie wenig wir zum Leben benötigen.

„Dieses Projekt war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg. Die Jugendlichen haben bei den Wanderungen mit Gepäck Durchhaltevermögen bewiesen, Verantwortung übernommen und ihre Sinne geschult”, bewertet Nadine Gärtner in ihrer Bilanz. Zur Motivation trug auch die strapazierbare Tarnbekleidung bei, die in dieser Natur guten Schutz vor Witterungseinflüssen bedeutete.

Nach einem langen Tag konnten die Teilnehmer ihre Nächte dann unter freiem Himmel verbringen. Ein Höhepunkt war das abendliche Mahl, das von Robby t´Lam mit Raffinesse zubereitet wurde.

Ein Nachtreffen der Jugendlichen ist schon terminiert, bei dem die tapfere Truppe zum „normalen” Essen eingeladen wird. Eine Anerkennung gab es für die „Survival”-Reisenden aber schon ein paar Tage nach dem Aufenthalt bei Hürtgenwald. Fast alle Teilnehmer des Teams waren gerne dabei als es hieß „Zille on tour” - und ab ging es zum Movie Park nach Kirchhellen.
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