In luftiger Höhe Interesse an Windmesser

Von: Georg Schmitz
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Zum Besuch des Nato E-3A-Verba
Zum Besuch des Nato E-3A-Verbandes gehörte auch ein gemeinsamem Foto vor dem Jubiläumsflugzeug. Ein unvergessliches Erlebnis war für die Schülerinnen aber auch ein Blick auf die Einrichtungen im Tower,hier vorgestellt (Bild) von Leutnant Sebastian Schmöller. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Dass Mädchen einmal in Männerdomänen und Jungen in Frauenberufe „reinschnuppern”, ist die Intention des „Girls and Boys Days”, der sich bei dem angesprochenen Klientel von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit erfreut.

Der etwas andere „Berufsinfotag” war anfangs nur für Mädels konzipiert und als Girlsday vor zwölf Jahren ins Leben gerufen worden, später haben sich mal die „Boys” dran gehängt. Geilenkirchener, Heinsberger und Settericher Realschülerinnen sowie eine junge Dame der Gesamtschule Übach-Palenberg hatten sich den Awacs Verband als Tummelplatz für ihr berufliches Schnupper-Experiment ausgesucht.

Am Haupttor wurden die 22 Schülerinnen von Oberstleutnant Antje Kalka, Oberfeldwebel Carmen Bartholdy, Stabsunteroffizier Tanja Harder, Hauptmann Ralf Hegmann, Stabsfeldwebel Bernd Velling, Hauptfeldwebel Mark Prüsse und Janina Bien vom Public Affairs Office zum 12. Girlsday auf der Nato-Airbase begrüßt. „Wir freuen uns, dass ihr euch für den Verband interessiert. Nutzt den Tag!”, so Antje Kalka.

Im Bus, der die Schülerinnen zum Flugfeld brachte, machte Janina Bien darauf aufmerksam, dass nicht überall Fotos gemacht werden dürfen. „Ihr könnt euch aber wie ein ,VIP fühlen, weil ihr in Bereiche hinein dürft, die selbst nicht für alle Verbandsangehörigen zugänglich sind”, teilte Janina Bien den erstaunten Schülerinnen mit. Im Bus stellte sich auch der Kommandeur der deutschen Einheit beim Nato-Verband, Oberstleutnant Holger Kunkel vor. Er wünschte den Gästen interessante Einblicke in den Verband und viel Freude bei den anschließenden Besichtigungen.

Tower und Radar

Der erste Stopp wurde am Jubiläumsflugzeug zum 25-Jährigen des Nato E-3A-Verbandes eingelegt. Die jungen Frauen wussten aber bereits, dass der Awacs-Verband im Juni sein 30-jähriges Bestehen feiert. Das vor der E-3A-Maschine entstandene gemeinsame Foto wird sicherlich einen besonderen Platz im Album einnehmen.

Die Besichtigung des Towers war ein weiteres Highlight für die 22 Schülerinnen. Aus luftiger Höhe hatten sie einen tollen Überblick über das Flugfeld und die dort geparkten Flugzeuge. „Der Beruf ist nicht monoton. Er lebt von der Kreativität, kein Tag ist wie der andere”, erklärte Leutnant Sebastian Schmöller, der hier seinen Dienst verrichtet.

Das Licht ging aus im Radarkontrollraum. Dunkel blieb es deshalb, damit die hier tätigen Offiziere die Aktivitäten und Bewegungen auf den Monitoren perfekt erkennen können. „Wofür stehen die uhrenähnlichen Teile”, fragt Sharuga, Schülerin der Geilenkirchener Realschule. „Das sind Windmesser”, erklärt Matthias Brüchert. Der Leutnant zeigte den interessierten Gästen auf dem runden Monitor die Flugzeuge, die nur als kleine Punkte zu erkennen sind, und erzählt einiges über das Instrumentenlandesystem.

Vieles sollten die Schülerinnen bei der Tour über die Awacs-Basis noch erfahren, und zwischendurch stand auch ein gemeinsames Mittagessen auf dem Terminplan. Diesen Girlsday, versicherten die jugendlichen Teilnehmer, werden sie jedenfalls noch lange in Erinnerung behalten.
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