Geilenkirchen - Improvisationstheater: Fliegender Wort-Wechsel zum Schreien

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Improvisationstheater: Fliegender Wort-Wechsel zum Schreien

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
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Das Improvisationstheater „Fliegender Wechsel” nutzte das Hotel „Zum Stern” als Bühne für einen Geilenkirchener Erlebnispark. Einen solchen würde man gerne auf einer eigenen Bühne darstellen. Foto: Bienwald

Geilenkirchen. Nur wenige Gäste waren gekommen. Aber sie genossen das hervorragende Kleinkunst-Programm. Mit den Sechsen der Aachener Truppe „Fliegender Wechsel” hatte der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen eine echte „Perle” nach Geilenkirchen geholt.

Hintergrund war der Antrag der Grünen-Stadtratsfraktion auf Einrichtung eines Soziokulturellen Zentrums in der Stadt. Ziel sei es, dort auch so etwas wie eine ständige Kleinkunstbühne zu installieren, sagte Ortsverbandsvorsitzender Jürgen Benden. So lange es das aber nicht gebe, müsse eben „improvisiert” werden.

Dazu war die Bühne im Hotel „Stern” wie geschaffen, allein am Publikum mangelte es. Doch die rund zwei Dutzend Gäste hatten viel Spaß. Schließlich waren es ihre Ideen, die auf der Bühne zu kleinen Geschichten wurden. Denn im „Fliegenden Wechsel” wird das Bühnengeschehen im Wesentlichen von den Gästen bestimmt. Sie geben die Stichworte, geben Situationen vor und bestimmen letztendlich, was zu sehen und hören ist. Zu Beginn sorgten sie mit ihrer gemeinsamen Gymnastik für lockere Atmosphäre. Die Besucher waren angehalten, mitzuzählen, Begriffe hereinzurufen, aktiv zu sein.

Schlag auf Schlag

Das war für die Bühnenakteure nicht immer ein leichtes Spiel. Denn sie mussten sich flugs etwas zum Thema „Ruhe sanft” - einem fiktiven Werk über die Stadt Geilenkirchen - einfallen lassen. Dabei erzählten vier der Künstler in losem Wechsel ihre Versionen der Geschichte. Um es nicht zu simpel werden zu lassen, wurden immer mehr Wörter wie „und” „oder”, „er” und „sie” weggelassen, bis zum Schluss nur einer die Geschichte vollendete.

Spaß ohne Ende garantierten auch die „Fremden Hände”, bei denen ein selbsternannter Experte aus Reihen des Ensembles etwas über das Expander-Training bei Kängurus erzählen musste, während ein anderer der Truppe mit seinen Händen dazu gestikulierte. Toll auch die Wäscheaktion auf dem imaginären Dachboden, bei der eine Schwangere sich mit ihrem stotternden Gatten auseinandersetzte.

So ging es Schlag auf Schlag, beinahe ohne Atempause und ohne viele Chancen für die Akteure, groß über das im Anschluss Gezeigte nachzudenken. Doch am Ende lösten sie alle gestellten Aufgaben mit Bravour, schafften es sogar, ganz aktuell etwas über die Algen im Teich des Wurmauenparks in Techno-, Country- und auch Rockstil zu singen.

Damit war ihnen starker Applaus für ihre hervorragenden Leistungen sicher, und die Begeisterung der Gäste über ihre einzigartige Schau schlug hohe Wellen.
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