Im Hangar besteht der Treibstoff aus 12.000 Litern Bier

Von: g.s.
Letzte Aktualisierung:
6316808.jpg
„O´zapft is“, freuen sich die beiden Generalmajore Andrew M. Mueller /l.) und Jochen Both. Letzterer hatte zur Premiere seines Fassanstichs nur einen wuchtigen Zapfhahnschlag benötigt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Teveren. Das kühle Pils aus Welz floss im Flugzeughangar in Strömen durch die durstigen Kehlen. Das hatte seinen Grund im bereits 31. Oktoberfest auf der Nato-Airbase, zu dem am Samstag über 3000 feierfreudige Menschen von Nah und Fern gekommen waren.

Das zweitägige Fest leitete mit dem Fassanstich der Force Commander, Generalmajor Jochen Both, ein, der aus dem belgischen Mons angereist war. Im vergangenen Jahr war es noch US-Generalmajor Andrew M. Mueller, der Kommandeur des Awacs-Verbands, der fürs Fass zwei Schläge benötigt hatte.

„O‘zapft is“, konnte Jochen Both ausrufen, nachdem er zuvor den Zapfhahn mit einem einzigen kräftigen Schlag in das Fass „gedonnert“ hatte. Über 12.000 Liter kräftiges Gebräu schafft die Brauerei eigens für das berühmte Oktoberfest auf der Awacs-Base heran.

Wie immer präsentierte sich der riesige Flugzeughangar in Weiß-Blau. Als das erste Oktoberfest 1982 von einer Gemeinschaft von Unteroffizieren ins Leben gerufen wurde, fanden gerade einmal 200 „gesellige Typen“ den Weg in den damals noch abgeteilten Hangar II. Die ein Jahr später gegründete Deutsche Unteroffizier Kameradschaft (DUK) nahm sich des „Unternehmens Oktoberfest“ im Auftrag des Verbandes an und führte es zu Höhen. Die damalige Intention war es, den internationalen Angehörigen des Verbandes die deutsche Kultur näher zu bringen. Und da kam ein „Oktoberfest“ gerade recht.

Eine über die Jahre stetig steigende Nachfrage nach Tickets für das Erlebnis hatte zur Folge, dass der anfängliche Rahmen gewaltig gesprengt wurde und mittlerweile eine ausgefeilte Logistik für eines der größten Oktoberfeste in der Umgebung notwendig ist. Die Aufbauarbeiten dauern fast eine ganze Woche und beschäftigen Dutzende Menschen.

Zahlreiche Helfer am Werk

Rund 200 Helfer sind an beiden Tagen vonnöten, um die stimmungsvollen Gäste bei Laune zu halten. Helfend zur Hand gehen da seit Jahren die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes (THW) Übach-Palenberg, des Internationalen Karnevalsvereins (IKV) Teveren und des FC Heinsberg-Lieck sowie die Kräfte des Verbandes.

Es bedurfte nicht einmal einer Werbung für die Veranstaltung, die ein Selbstläufer geworden ist. Irgendwie sprach sich das 31. Oktoberfest auch in diesem Jahr herum, denn die Samstags-Tickets waren im Vorfeld so gut wie ausverkauft.

Es mögen an beiden Tagen weit über 4000 Menschen gewesen sein, die zur Awacs-Basis pilgerten, um dort bei Hektoliterweise Bier, 1000 Schweinshaxen, massenhaft Weißwurst, Leberkäs und anderen bayrischen Spezialitäten gemütlich zu plaudern, gesellig zu feiern, zu tanzen oder auch mal zu „versacken“. Nach nunmehr 16 Jahren in Folge haben sich die Wülfershäuser Musikanten aus Nordbayern als „Hauskapelle“ etabliert. Das 15 Musikanten starke „Bayern-Orchester“ sorgte nicht nur mit Musik sondern auch mit Showeinlagen für Stimmung.

Eine reservierte Abteilung für VIPs gibt es immer in Nähe zur Tanzfläche. So mischte sich neben hohen Militärs auch lokale Polit-Prominenz unters Volk. Generalmajor Andrew M. Mueller hatte eingangs die Bürgermeister von Geilenkirchen, Thomas Fiedler, aus Teveren Hans-Josef Paulus und aus Grotenrath Resi Hensen begrüßt. Alle hatten ihren Spaß und feierten gemeinsam in die Nacht hinein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert