Im Dialog mit dem Bild

Von: a.s.
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Der Fotograf Walter Scheufen (
Der Fotograf Walter Scheufen (l.) und seine Frau mit Meinolf Schrage vom organisierenden Kreis „Kultur im Krankenhaus”. Bis zum 30. Juli ist die Ausstellung noch zu sehen. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. „Explosion der Farben”: Der Name ist Programm - denn die Bilder, die Walter Scheufen auf das Fotopapier bringt, sind alles andere als schlicht und natürlich. Da werden Pferde auch schon einmal rot, gelb, grün und blau.

Davon, dass diese Bilder deshalb jedoch nicht abschreckend, sondern vor Faszination anziehend wirken, kann sich nun jeder Interessierte selbst überzeugen. Denn im St.-Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen hängt nun dank der Gruppe „Kultur im Krankenhaus” besagte Ausstellung, bei der „die Farbigkeit der Motive maßlos übertrieben” wurden. So beschreibt es der Fotograf selbst und erklärt weiter, dass nicht mehr die Details seine Bilder dominieren, sondern dass diese zu Farbflächen zerfließen, „die den Bildaufbau vereinfachen und unser Auge nicht mehr von vielen Einzelelementen abgelenkt” werden kann. Die gelernten Sehgewohnheiten, so erläutert der Fotograf weiter, werden auf den Kopf gestellt. So ergeben sich neue, wenn auch ungewohnte, aber individuelle Zugänge zu jedem einzelnen Bild.

Im Laufe der jahrelangen Foto-Arbeit von Walter Scheufen sind mittlerweile auch schon Bildbände entstanden - darunter einer zur aktuellen Ausstellung und einer zu seinen Bildern, die in Vergessenheit geratene christliche Symbole darstellen. Auch kann er auf zahlreiche erfolgreiche Ausstellungen in vielen verschiedenen Städten sowie im Ausland zurückblicken.

Ein etwas ungewohnt zu hörendes Statement verlautbart der Künstler dann auch noch: Auch wenn einem Betrachter die Bilder nach dem „kreativen Diskurs mit sich selbst” nicht gefallen sollten, so ist dies für Walter Scheufen nicht schlimm, solange der Dialog mit dem Bild spannend gewesen sei.

Wer sich also auf eine die Sehgewohnheiten verwirrende und erweiternde Fotoausstellung einlassen will, kann diese noch bis zum 30. Juli im Lichthof zwischen den Stationen C3/B3 des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Augenschein nehmen.
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