Geilenkirchen - „Humor am Abend“: Stimmung der Worte mit passenden Noten erhalten

„Humor am Abend“: Stimmung der Worte mit passenden Noten erhalten

Von: a.s.
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Der eine arbeitet mit Texten, der andere mit Tasten: Jürgen Wagner (l.) und Sebastian Schade unterhielten das Publikum in der evangelischen Kirche großartig mit Wort und Musik. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Beim „Humor am Abend“ in der evangelischen Kirche Hünshoven war der Name Programm. In harmonischer Zusammenarbeit unterhielten der Geilenkirchener Jürgen Wagner und der aus Köln angereiste Sebastian Schade das zahlreiche Publikum mit ihren künstlerischen Beiträgen, und zwar in Wort und Ton.

Jürgen Wagner hatte unterschiedliche, dennoch stets humorvolle und auch nachdenklich stimmende Texte von Wilhelm Busch, Eugen Roth und sogar Heinz Erhardt ausgewählt, mit denen er den Zuhörern an diesem Abend häufig ein Lächeln und mehr entlocken konnte.

Dabei ging es um zum einen um die mit einem Augenzwinkern präsentierten Vorteile des Junggesellen-Daseins, zum andern auch um das Missgeschick, wenn eine Dame den Liebesbrief ihres Verehrers zur falschen Tageszeit erhält und ihn gänzlich falsch auffasst. Oder die Geschichte um den gut versicherten Vetter, der gerade dann von einem Brand heimgesucht wird, als er die nicht genutzte Versicherung gekündigt hatte.

Eine Neuheit an diesem Abend voller Humor war, dass Jürgen Wagner erstmals auch zwei eigene Texte präsentierte. In dem einen befasste er sich mit der „Handy­manie“, die er selbst bei einem Gang durch die Stadt an zwei jungen Damen beobachtete hatte, die sich „indirekt“ – so auch der Titel des Gedichts – über ihre Handys unterhielten, während sie nebeneinander her gingen. In seinem zweiten eigenen Werk übte der Autor Kritik an dem umgangssprachlich oft sinnlosen Begriff „halt“.

Poesie und Klang

Aufgelockert wurde dieses Programm voller Poesie mit den Improvisationen des Pianisten Sebastian Schade. Nach Noten wurden die Zuhörer mit passenden Klängen in der Stimmung eingefangen, in der Jürgen Wagner sie nach Worten zurückgelassen hatte, wortlos, aber stimmungsvoll erweitert.

Der Abend begeisterte das Publikum so sehr, dass die Gäste in der Kirche mit stehenden Ovationen nach einer Zugabe verlangten. Mit dieser wurde der kurzweilige Abend schließlich zur Freude der Publikums und auch der beiden Darbietenden abgerundet.

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