Gangelt/Erkelenz - Hospiz, Sterben, Trauern: Schüler fragten nach

Hospiz, Sterben, Trauern: Schüler fragten nach

Von: agsb
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Unterricht der anderen Art: Schüler der Gemeinschaftshauptschule Gangelt führten eine Passantenbefragung in Gangelt zu den Themen Sterben, Tod und Trauer durch. Foto: agsb

Gangelt/Erkelenz. Das Thema war „Hospiz, Tod und Trauermonat November“. Damit befassten sich Schüler der Hauptschule Gangelt. Über alles wird heutzutage gesprochen, nur nicht über das Thema Sterben. Kinder und Jugendliche denken lieber über Handy und Computerspiele nach, als sich mit diesen doch sensiblen Fragen zu beschäftigen.

Die Schüler der Klasse 101A der Gemeinschaftshauptschule Gangelt widerlegten nun diese Vorurteile und führten im Ortskern Gangelt sowie im Nahversorgungsgebiet eine Passantenbefragung durch. Haben die Gangelter Angst vor dem Tod? – Was wissen Sie über Hospiz? – Wie begehen Sie den Trauermonat November? Vor der Passantenbefragung begrüßte Projektleiter Gerd Felder vom Team „Zirkel“ aus Münster am Gänsebrunnen die Schüler.

Zwölf Schulen von sechs verschiedenen Schultypen mit 19 Klassen und rund 400 Schülern aus dem Kreisgebiet Heinsberg sind an diesem Projekt beteiligt. Bewaffnet mit Schreibblock, sprachen die Jugendlichen die Passanten an. Es wurde deutlich: Angst vor dem Sterben haben viele Menschen und verlieren hier und da schon mal einen Gedanken darüber. Einige Passanten treibt die Sorge um, dass sie im Alter zum Pflegefall werden.

Den Trauermonat November sehen viele Menschen als trüben Monat an, wobei die Geschäftsleute den Monat unterschiedlich bewerten. Die Blumenhändler und Gärtner schätzen den November wegen seiner vielen Gedenktage und des daraus resultierenden Geschäftes; andere möchten möglichst schnell den November hinter sich lassen und zum Dezember kommen, der schließlich mit seinem Weihnachtseinkäufen attraktiver ist.

Den Begriff Hospiz kannten fast alle Befragten, weniger das Erkelener Hospiz. Das Vorhandensein einer solchen Einrichtung schätzten alle, einige konnten hier von Erfahrungen in der Familie berichten. Das Ergebnis der Passantenbefragung wird nun im Schulunterricht ausgearbeitet und fließt mit in das Projekt ein.

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