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Hochkarätige Finalisten für das Open-Air-Spektakel

Von: Danielle Schippers
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Kreativer Indie-Rock und gute eigene Siongs: „Levander“ siegte am ersten Finaltag und geht ins Open-Air-Festival im Outbaix. Foto: Wilfried Schüller
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Vorsprung durch Erfahrung und Technik: Sieger „Ear-Fuel“ (vorn) mit Jury. Foto: Danielle Schippers

Übach-Palenberg. Nach zwei spannenden Finals des „Battle of the Bands“ haben die Fach-Jury und das Publikum entschieden: Die Gruppen „Ear-Fuel“ und „Lavender“ eröffnen die beiden Abende des Open Air Festivals im Outbaix.

Im ersten Finale am Mittwoch standen die Bands „Lavender“ und „Shut Down in Reno“. Die regional bekannte Band „Shot Down in Reno“ aus Alsdorf ging als Favorit in den Abend, da sie musikalisch sehr gut zum rockig ausgerichteten Outbaix passt. „Wir haben uns gefunden, weil wir endlich noch mal eine richtige und ehrliche Band haben wollten, mit eigenen Songs. Die Leute merken, dass wir einfach volle Pulle Bock darauf haben“, erklärt Sänger Jens Lüttgen die super Stimmung während ihres Auftritts an diesem Abend. Mit einer mitreisenden Mischung aus Rock, Punk, Metal, Blues – „Borderland-Rock“ nennen sie ihre Musikrichtung – begeisterten sie nicht nur ihre mitgereisten Fans.

Gewinner der ersten Ausscheidung aber waren „Lavender“, eine junge, engagierte Band, die vor allem in Aachen schon bekannt ist. Barbara Wieners, Paul Kim, Dirk Vetter, Thomas Schäffer und David Schwalbach spielen eine kreativen und technisch ausgereiften, britisch orientierten Indie-Rock und fast nur eigene Songs. Sie sind schon öfter im Outbaix aufgetreten. „Wir machen halt musikalisch unser eigenes Ding und haben großen Spaß dabei“, beschreibt Paul Kim, Sänger und Gitarrist, den Stil.

Knapper Punkteabstand

Die Freude war riesig, als die Bandmitglieder, die alle um die 20 Jahre alt sind, von ihrem Sieg erfuhren. „Das wird unser größter Auftritt und unser erstes Open Air, und das Festival hier im Outbaix ist ja schon legendär. Das wird grandios! Geil, dass wir so eine große Chance bekommen“, freute sich auch Schlagzeuger Thomas Schäffer. „Lavender“ überzeugte die Jury vor allem durch Kreativität und innovative eigene Songs. Der Abstand in der Punktewertung der Jury war denkbar knapp.

Bewertet hatte die Jury eine Skala wie nach Schulnoten. Punkte gab es in den Kategorien Bühnenpräsenz, Zusammenspiel, technisches Können und Songwriting. Zusätzlich war die Publikumsreaktion eine Kategorie, die in den Finals mehr gewichtet war als in den Vorentscheiden. Die Jury bestand aus professionellen Musikern und fachkundigen Vertretern der Medien; die Geschäftsleitung des Outbaix‘ war nicht vertreten.

Am Freitag spielten in der Fortsetzung des „Battle of the Bands“ die ebenfalls extrem unterschiedlichen Bands „Long Johns“ gegen „Ear-Fuel“, die beide aus Geilenkirchen kommen. Gegensätzlich deswegen, weil die „Long Johns“ aus talentierten, sehr jungen Musikern um die 16 Jahre besteht, „Ear-Fuel“ dagegen aus durchaus lebensälteren Solisten.

Die „Long Johns“ hatten eigens für diesen Contest vier neue Songs geschrieben, was das begeisterte Publikum zwar registrierte, konnten aber die langjährige Bühnenerfahrung ihrer Konkurrenten an diesem Abend nicht ausgleichen. Alex Illig, Gitarrist und Organisator der „Johns“, konnte trotz Enttäuschung die eindeutige Entscheidung der Jury verstehen: „Wir haben trotzdem mega Spaß gehabt und wieder Erfahrung gesammelt. Ear-Fuel sind technisch einfach der Hammer und viel routinierter.“

Hoher Respekt

So spielen die jungen „Long Johns“ ihren souligen Pop zwar nicht auf dem großen Open Air, aber bei anderen Gelegenheiten in Geilenkirchen. Andreas Ließener, Gitarrist und Background-Sänger der Konkurrenz, zollte den jungen Musikern Respekt: „Die Band ist talentiert, jeder einzelne Solist. In zehn Jahren will ich lieber nicht mehr gegen die antreten.“

Auch bei den Musikern von „Ear-Fuel“ war die Freude über den Sieg riesig. Martin Spurdle, An­dreas Ließener, Peter Vanhommerig, Daniel Linzbauer und Sascha Staib werden den vielen Besuchern des Festivals im Outbaix eine perfekte Mischung aus selbst geschriebenem Melodik-Rock der 70er bis 90er Jahre mit speziellem Witz bieten. „Wir finden das Konzept hier super. Es ist eher die Ausnahme, dass man als Band seine eigenen Songs auf größeren Bühnen spielen darf.“

Outbaix-Inhaber Karl Jentgen fand alle vier Final-Bands interessant und hoch professionell, trotz ihrer großen musikalischen Unterschiede. „Wir können es kaum erwarten, bis unser Festival losgeht. Und die Sieger sind genau richtig. Wir möchten gerne auch unbekannteren Bands und Newcomer eine Bühne geben, und zwar immer, nicht nur beim Open Air.“

Und die Gewinner-Bands wollen beim großen Open Air, das am Abend des 5. und 6. Juli, Freitag und Samstag, an der Stadionstraße in Übach-Palenberg stattfindet, das Publikum mit ihrer kreativen Musik genauso mitreißen und begeistern wie jetzt beim Doppel­finale.

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