Gangelt-Kreuzrath - Hoch zu Ross fehlt moderne Technik nicht

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Hoch zu Ross fehlt moderne Technik nicht

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Eine tolle Herausforderung für Mensch und Tier: Beim Mercatorritt werden am 5. Juli wieder die Distanzreiter unterwegs sein.

Gangelt-Kreuzrath. Die Zeit muss gut, das Pferd gesund sein – dann hat man im Distanzreiten gute Chancen, ganz vorne dabei zu sein. Diese als Wettkampf hierzulande eher selten ausgetragene Disziplin im Reitsport steht im Mittelpunkt, wenn am 5. Juli rund 80 Teilnehmer von Ullas Reiterhof in Kreuzrath starten.

Wie schon in den vergangenen beiden Jahren ist der Verein Deutscher Distanzreiter (VDD) mit von der Partie, wenn die Strecken von 29, 42, 61 und 80 Kilometer unter die Hufe genommen werden. Da man sich vor zwei Jahren im Rahmen der Mercator-Feierlichkeiten ebenfalls an dem Programm beteiligt hat, wurde der Name Mercatorritt beibehalten.

Die Touren führen bei der 29-Kilometer-Runde in die Bereiche Gangelt, Geilenkirchen und Heinsberg. Man versucht, auf allen Rittlängen über schöne Wald- und Wiesenwege zu reiten. Alles natürlich möglichst weit weg von befahrenen Straßen – auch wenn sich Querungen nicht immer vermeiden lassen.

Die Reiter auf den längeren Runden erwartet außerdem ein noch größeres Naturerlebnis: Es geht durch den Gangelter Naturpark, zu den Limburger Nachbarn in die Schinvelder Bossen. Dort werden so einige Auswärtige staunen, wenn ihnen plötzlich freilaufende Hochlandrinder gegenüber stehen. Weiter geht es über Reitwege in die Teverener Heide, vorbei an kleinen Seen, über kleine und schmale sowie auch große und breite Sandwege.

Drei Tierärzte sind vor Ort, wenn es darum geht, die Pferde schon vor dem Start zu untersuchen. Aber auch während der Ritte gibt es für Mensch und Tier Zwangspausen, bei denen die Veterinäre wieder ihre Arbeit tun. 64 ist dabei die magische Zahl: Ein Pferd darf nur weiter reiten, wenn es einen Puls von maximal 64 Schlägen hat. Je nach Distanz werden die Pferde mehrfach untersucht; jedenfalls steht spätestens zwei Stunden nach dem Zieleinlauf eine letzte Kontrolle an. Erst dann gibt es die Transportfreigabe.

Die Strecken sind markiert, den Reitern wird eine Karte des Geländes mitgegeben. „Es gibt immer wieder Reiter, die auch mit Navigationsgeräten an solchen Veranstaltungen teilnehmen“, erzählt Monika Reiss vom Reiterhof, dass auch hier moderne Technik Einzug gehalten hat. Große Unterstützung haben die Reiterfreunde von RWE Aktiv erhalten. RWE Power fördert ehrenamtliches Engagement finanziell und organisatorisch.

Übernehmen Mitarbeiter des Unternehmens soziale Verantwortung, indem sie in der Freizeit öffentlichen Einrichtungen und Projekten mit ihrer Arbeitskraft unter die Arme greifen, dann stellt RWE Aktiv vor Ort die benötigten Sachmittel zur Verfügung. In Kreuzrath war es zum Beispiel möglich, dass das „Reiter-Stübchen“ in neuem Glanz erstrahlt.

Dieses dient nicht nur zur Organisation und Absprache der Reitstunden, sondern in erster Linie ist es Gemeinschaftsraum, in dem sich Jugendliche und Erwachsene treffen. Auch Reiter mit Handicap finden dort einen Ort, sich zu treffen und auszutauschen. Durch die Unterstützung war es außerdem möglich, das 14 alte Voltigierpferd „Fabi“ endlich von einem Spezialisten untersuchen zu lassen: Dies war notwendig, um die Gesunderhaltung des Tieres zu sichern, damit es weiterhin im Turniersport eingesetzt werden kann.

Fabi hat in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass die Kinder und Jugendlichen des Vereins erfolgreiche Ergebnisse bei Turnieren erzielen konnten. „Das hat einen bemerkenswerten Teil zur Weiterentwicklung des Mannschaftsgefühls und des Selbstbewusstseins der Kinder und Jugendlichen beigetragen“, berichtet Monika Reiss.

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