Geilenkirchen - Hobbykünstler will „Assoziationen und Interpretationen wecken”

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Hobbykünstler will „Assoziationen und Interpretationen wecken”

Von: a.s.
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Austellung in Geilenkirchen: Der Fotograf Heinz-Martin Kuss (mitte) mit dem Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage (links) und Bürgermeister Andreas Borghorst. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Im Geilenkirchener Krankenhaus Sankt Elisabeth ist die Kunstausstellung „Imagination” von Heinz-Martin Kuss zu sehen. In einem begrüßenden Wort bedankte sich der Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage bei allen Anwesenden, darunter Bürgermeister Andreas Borghorst, sowie Roland Brudermanns, Carsten Konstanti und Schwester Marietta als Vertreter des Krankenhauses, für ihr Kommen und lud sie herzlich zu dieser „ganz besondere Ausstellung” ein.

Denn die Bilder, die man dort betrachten kann, sollen „Assoziationen und Interpretationen wecken”, erklärt der Hobby-Künstler im Anschluss an Schrages Begrüßung. „Mir liegt daran, dass der Betrachter mit dem Bild kommuniziert. Er soll hineinlesen oder etwas herausbekommen, eine Geschichte darin finden.”

Und so ist es auch. Die oft farbenprächtigen und teils bizarren Bilder zeigen keine konkreten Objekte. Vielmehr lassen sie der Fantasie unendlich viel Spielraum.

Mineralsalze

Zu sagen, was zu sehen ist, sei jedoch kontraproduktiv für den Sinn der Bilder, erläutert Heinz-Martin Kuss weiter, verriet jedoch letztendlich, was alle Motive gemeinsam haben: Es sind Mineralsalze. Diese seien nur auf unterschiedliche Weise verwendet. Neben einfachen Glasscherben, die er aus einer Glasbläserei auf Bornholm, Dänemark, hat, sind auch chemische Reaktionen von Mineralsalzlösungen auf Trägermaterial jene Dinge, auf die der ehemalige Chemieprofessor der Universität Duisburg seine Digitalkamera richtet.

Dies tut er schon seit vielen Jahrzehnten, erzählt seine Frau Ingeborg Kuss, ehemalige Grundschullehrerin. Sie selbst fotografiere auch gerne, jedoch lieber ihre Enkel. Vor zehn Jahren habe ihr Mann dann seine erste Ausstellung dieser Art gehabt, machte jedoch aus beruflichen Gründen eine längere Pause. Erst jetzt, nachdem er nicht mehr an der Uni Duisburg arbeitet, kommt er wieder dazu, seinem Hobby nachzugehen.

Alleine diese Jahr hat er fünf Ausstellungen. Jedoch zeigt er nicht nur Bilder chemischer Reaktionen, sondern befasst sich auch mit dem Fotografieren von Objekten. So stellt er am 12. und 13. September auf der Kunsttour „Kunststroom” in Roerdahlen, Niederlande, eine Bildersammlung mit dem Titel „Blau” aus.

Die jetztige Ausstellung in Geilenkirchen, die von der ehrenamtlichen Gruppe „Kunst im Krankenhaus” präsentiert wird, ist bis zum 7. August zu den Besuchszeiten im Flurbereich der Stationen C3 und B3 zu bewundern.
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