Historisches Klassenzimmer beim Internationalen Museumstag

Von: g.s.
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Selbst die Ehrenamtlichen des
Selbst die Ehrenamtlichen des Historischen Klassenzimmers, Annemarie Veckes, Karin Kappes, Lieselotte Gieselmann und Dr. Ferdinand Zander (v.r.), haben noch Freude an den alten Rechenmaschinen, die sich hier auch Besucherin Elisabeth Gyrmati anschaut. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Immendorf. Am Internationalen Museumstag beteiligt sich auch in diesem Jahr das Historische Klassenzimmer in Geilenkirchen und stellt sich einer breiten Öffentlichkeit vor.

Entsprechend dem allgemeinen Motto „Welt im Wandel - Museum im Wandel” werden jetzt in einer Sonderaustellung im Foyer der Katholischen Grundschule Immendorf alte Landkarten, Atlanten, Rechenbücher und Rechengeräte aus längst vergangener Zeit gezeigt. Bei der einmaligen Präsentation stehen sich alte und neue Schullandkarten gegenüber, so dass sich dem Betrachter bei dem Kartenvergleich „Selfkantkreis Geilenkirchen-Heinsberg” und „Kreis Heinsberg” die Veränderungen nach der Neuordnung im Jahr 1972 erschließen.

Russische Rechenmaschine

Das Schulmuseum in Immendorf ist im Besitz von insgesamt 180 Karten. Besonderes Interesse finden die vielen größeren und kleineren bunten Rechengeräte. „So machten wir damals Erfahrungen im Hunderter-Raum”, erinnert sich eine Besucherin und schiebt die roten und blauen Kugeln auf der russischen Rechenmaschine von links nach rechts.

Elisabeth Gyrmati ist eine gebürtige Geilenkirchenerin und besser unter ihrem Familiennamen Kriege bekannt. Sie kam nach langer Zeit noch einmal in ihre Heimatstadt, besucht hier das Historische Klassenzimmer und freut sich ebenfalls über die farbigen Rechengeräte. Was für die über 60-Jährigen damals selbstverständlich war, löste bei der jungen Taschenrechner-Generation Erstaunen aus. Die meisten Geräte und Lehrmittel rufen lebhafte Erinnerungen an den Unterricht von Großvaters Schulzeit wach, so auch Rechenbücher und Arbeitskarten. Die Besucher können zudem auf den alten Schulwandkarten für den Erdkunde- und Heimatkunde-Unterricht mit dem Finger den Weg von Immendorf nach Geilenkirchen, Heinsberg oder einem der kleinen Dörfer im Umland nachvollziehen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Historischen Klassenzimmers stehen mit Rat und Tat zur Seite und führen durch die historische Schulstube.

In dem Schulmuseum können sich die Besucher sonntags und donnerstags am Nachmittag umsehen und sich beispielsweise beim Schreiben mit dem Griffel auf der Schiefertafel versuchen. Dabei sitzen die Besucher auf den alten, nicht sehr bequemen Holzbänken mit dem versenkbaren Tintenfässchen, wie einst die Groß- und Urgroßeltern.

In rund 20 Jahren wurden für das Historische Klassenzimmer mehrere tausend Schulgegenstände, Mobiliar und Bücher zusammengetragen und liebevoll ausgestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter dem neuen Vorsitzenden Rudolf Müller sind besonders stolz auf die einmalige, weit in die Vergangenheit führende Chronik aus 77 Bänden zu Geschehnissen und Personen und Wort und Bild aus den zur Stadt Geilenkirchen gehörenden Ortschaften. In dem gerne von Schulklassen besuchten Museum wird deutlich, dass das Lernen in der früheren Form und Weise der Grundstock für unsere heutige Gesellschaft war. Künftig möchte das Historische Klassenzimmer noch intensiver mit Schulen zusammenarbeiten.
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