Gangelt - Hastenrather Straße: Öffnung beantragt

Hastenrather Straße: Öffnung beantragt

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
6907303.jpg
Die Hastenrather Straße ist offen? Eigentlich nicht. Unbekannte haben aber offenbar die Geduld verloren und die Sperrvorrichtungen einfach beiseite geräumt. Foto: Jan Mönch

Gangelt. Die Unabhängigen Bürger (UB) Gangelt haben erneut einen Antrag auf Öffnung der Hastenrather Straße an die Gemeindeverwaltung gerichtet. Darin heißt es: „Die UB-Fraktion stellt (...) den Antrag, die Hastenrather Straße entsprechend ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung für den öffentlichen Straßenverkehr freizugeben und die Sperrung unverzüglich aufzuheben.“

Die Hastenrather Straße ist seit nunmehr zehn Jahren für den Straßenverkehr gesperrt. Verkehrsteilnehmer müssen einen Umweg in Kauf nehmen und am Nahversorgungszentrum am Ortseingang vorbeifahren. Einen ersten Antrag der UB auf einspurige Öffnung hatte der Bauausschuss bereits im Mai 2012 mit Verweis auf ein Schreiben des Straßenverkehrsamts abgewiesen, das zu einer ablehnenden Einschätzung gekommen war.

Von Seiten der CDU hieß es stets, mit der Sperrung habe man anno 2004 einen Unfallschwerpunkt unschädlich machen wollen. Im Dezember musste das Straßenverkehrsamt gegenüber unserer Zeitung einräumen, dass lediglich im Jahr 1999 eine „Unfallhäufung“ aufgetreten ist. Bis zur Sperrung 2004 sei ein solcher jedoch nicht mehr verzeichnet worden.

Auf die entsprechenden Berichte unserer Zeitung berufen sich die UB in ihrem Antrag. „Andere Gründe, die eine Sperrung der aus Steuergeldern finanzierten Straße weiterhin rechtfertigen, wurden bislang weder genannt, noch sind diese erkennbar.“ Die Fraktion rechnet damit, dass der Antrag im Februar verhandelt wird.

Auch die Freien Wähler (FW) beschäftigen sich unterdessen weiter mit dem Thema und setzen sich für eine Öffnung der Straße ein. Gemeinsam mit dem Bürger Josef Backhaus wurde ein Beschwerdeschreiben an Bürgermeister Bernhard Tholen gerichtet. Neben den Bürgern von Hastenrath seien auch die Bewohner von Klein- und Großwehrhagen, Höngen, Tüddern und Saeffelen tagtäglich betroffen. Neben der Zeitersparnis spreche auch der Umweltaspekt für die Öffnung der Straße – denn durch den Umweg über den Kreisverkehr am Nahversorgungszentrum seien Kraftfahrer zu häufigem Abbremsen und Anfahren gezwungen.

Mancher Autofahrer hat nach zehn Jahren ganz offensichtlich ohnehin die Geduld verloren. Wie Helga Heinen von den Freien Wählern beobachtet hat, wurden in der jüngeren Vergangenheit immer wieder die Absperrungen an der Ecke Hastenrather Straße/Kreisstraße 5 beiseite geräumt und von Autofahrern anstelle der Straße der Fahrradweg genutzt. Vor Ort wird dies neben den umgeschmissenen Absperrungen auch durch deutlich sichtbare Reifenspuren im Gras am Straßenrand dokumentiert.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert