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Harry Konrad liebt und malt Landschaften

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Bäume soweit das Auge reicht. Harry Konrad genießt die Landschaften Gangelts und bannt vieles davon auf die Leinwand. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Bleistiftzeichnungen waren die ersten Arbeiten, die Harry Konrad zu Papier bracht. Die hat er heute noch in seinem Fundus. „Irgendwann kann die Farbe hinzu”, lacht der 70-jährige Maler bei der Vorstellung seiner Arbeiten im Rahmen einer Ausstellung in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf.

Großes Aufhebens um seine Person mag er nicht; deshalb auch keine Eröffnungsfeier mit Gästen und Rednern. Lieber Malen, das macht er im Wohnzimmer in Birgden. Die Ideen kommen aber größtenteils aus den Landschaften der Umgebung.

Da fährt er mit seiner Frau Ingrid mit dem Rad, ist begeistert von dem, was er sieht, und macht Fotos von den Ecken, die ihn interessieren. Oft, sehr oft, sind Bäume auf den Bildern. Die beiden haben lange Jahre in Krefeld gewohnt. „Da sahen wir Bäume nicht so oft”, erzählt Ingrid Konrad. Die Malerei entdeckte Harry Konrad, der 1939 in Ostpreußen geboren wurde, in den 1970er Jahren.

Da hatte er vom Seidenstoffweber schon zum kaufmännischen Angestellten umgeschult und nutzte Abendkurse, um sich in die Techniken der Malerei einzuarbeiten. Er begann mit der Ölmalerei, aber auch Bleistift und Feder gehörten zu seinem Arbeitszeug. Mit seinem Sohn Stephan machte er eine Ausstellung in Krefeld, wo man Kollagen aus Samt zeigte.

Bevor Ingrid und Harry Konrad ihrem Sohn ins Kreisgebiet folgten, lebten die beiden sieben Jahre auf einem alten Eifelhof. „Da hatten wir soviel Arbeit, dass ich gar nicht zum Malen kam”, erinnert Harry Konrad an eine Zeit mit einer künstlerischen Schaffenspause. „Ich habe aber viele Fotos aus der Eifel mitgebracht”, lacht er und hofft, irgendwann auch diese Eindrücke auf eine Leinwand zu bannen.

Mit wie viel Phantasie der Mann zu Werke geht, zeigen drei Toskana-Landschaften, die neben rund 30 weiteren Bildern in Gangelt gezeigt werden. Die Frage, wo genau er das gemalt hat, beantwortet er mit einem Lächeln. „Die Bilder sind nach Zeitungsfotos gemalt!” Erstaunlich, wie er die Farben dieses bei Künstlern so beliebten Landstrichs trifft.

Farbenpracht spielt in vielen Bildern, auch den abstrakten, eine große Rollen. Sein Lieblingsbild fällt da komplett aus dem Rahmen. Eine gespachtelte, nahezu völlig leere Eislandschaft mit einer kleinen Gruppe Menschen darauf, gefällt dem Künstler selber am besten. „Alle Bilder”, wendet er sich wieder seinem Gesamtwerk zu, „sind ein Stück von mir!”

Solange ein Bild nicht fertig ist, sei er damit gedanklich verbunden. „Erst nach dem letzten Pinselstrich löst sich die Spannung, und man ist stolz auf das Geschaffene.” Die kleine Ausstellung in Gangelt erreicht man über die Klosterpforte.

Die Bilder können in den nächsten Wochen von 8 bis 17 Uhr besichtigt werden.
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