Handwerkermarkt: Kunst und Kulinarisches in der Idylle

Von: Georg Schmitz
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Als Anna Grieff-Gerhards vor zehn Jahren mit dem Rauchen aufhörte, begann sie ihren Häkel-Arbeiten aus Wolle. Foto: Georg Schmitz
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Schon vor der offiziellen Eröffnung drängten sich viele Besucher über den Handwerkermarkt, am Ende waren es mehr als 3000 Menschen.

Geilenkirchen. Schon die Premiere im Sommer 2009 lockte über 1000 Besucher zum Kunsthandwerkermarkt in die Stadt. Das Kunst und Handwerk verbindende Ereignis hat sich zwischenzeitlich etabliert und einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Stadt Geilenkirchen erarbeitet.

Es mögen 3000 bis 4000 Menschen gewesen sein, die sich am Sonntag ab 10.30 Uhr einen Weg durch die „Künstlermeile“ bahnten. Die 130 Beschicker des Marktes rund um den Wurmauensee hatten einen Tag zuvor noch mit sorgenvollen Minen in Richtung Himmel geschaut, denn bekanntlich ließ sich die Sonne selten sehen.

Umso erfreuter waren alle, als sich am Sonntag die Wolken öffneten und sich viele Menschen in den schmalen Budengassen drängten. Der große Teich mit der siebenköpfigen Schwanenfamilie und den zahlreichen Enten bildete eine herrliche Kulisse. „Kunst und Handwerk an der Wurm“ lautet von Beginn an das Motto.

Viele Kunstinteressierte verweilten nach dem Besuch des Marktes in der Grünzone und auf dem Forum bei Kaffee und Kuchen oder kühlen Getränken. Daneben gab es auch noch unterhaltsame Szenarien. So erlebten die Besucher Vorführungen verschiedener Handwerker wie Specksteinschleifer oder Besteckkünstler. Erstaunen machte sich bei den Zuschauern des Kunstflugtrainings des Modellflugclubs „Ikarus“ breit. Die Leichtflugmodelle und Hubschrauber drehten über dem Wurmauensee ihre Runden, argwöhnisch beäugelt von den Schwänen.

Die Ohren der Besucher wurden mit Livemusik verwöhnt, so betörte das deutsch-chilenische Gesangs- und Gitarrenduo Carlos Justiano und Swantje Schmidt, in diesem Jahr unterstützt von Gonzalo (Flöte), mit einfühlsamen Balladen und folkloristischer Liederpoesie in Deutsch und Spanisch. Gerda und Heinz Poot aus Waldfeucht, begleitet von Ilona Maindok und Diny Wintermans, brachten bekannte Volksweisen zum Besten.

Die Menschen konnten sich über eine Vielfalt von Handarbeiten aus den verschiedensten Materialien und Kunstwerken freuen und über deren Entstehung informieren. Die im ganzen Wurmauenpark verteilten Ergebnisse künstlerischen Schaffens beeindruckten die Betrachter sehr. Natürlich standen wieder selbst gemachte Leckereien wir Gelees und Marmeladen, Gebäck, Säfte und Liköre und vieles mehr zur Verkostung bereit. Nur Eingeweihte haben sicherlich schon von dem einzigartigen „Wassenberger Roten Meerrettich“ oder von „Orangen-Spargel“ Marmelade gehört.

Das Veranstalterteam des Kulturamtes der Stadt Geilenkirchen um Marktmeister Detlef Kerseboom hatte bei der Beschickung des Marktes Wert auf Qualität gelegt, und dementsprechend waren viele der Aussteller von weither angereist.

Bürgermeister Thomas Fiedler wagte ebenfalls einen Rundgang über den Handwerkermarkt und war von der Vielfalt begeistert. Besonderes Lob erhielten zudem die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt, die im Vorfeld den Wurmauenpark hergerichtet und zahlreiche Pavillons aufgebaut hatten.

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