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Handwerk und demografischer Wandel

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Übach-Palenberg. Die Stadt Übach-Palenberg erarbeitet derzeit ein demografisches Stadtentwicklungsprogramm und bezieht alle wichtigen Gruppierungen in die Bearbeitung des Programms mit ein. So auch das Handwerk, das im Rahmen einer Veranstaltung zu Wort kommen soll.

So hat „Pro3S”, federführend für das Stadtentwicklungsprogramm, alle Handwerksbetriebe der Stadt für den7. September, von 19.30 bis 21.30 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins CMC eingeladen.

Mit der Veranstaltung will die Stadt die lokalen Betriebe für das Thema sensibilisieren und auch der Bedeutung des Handwerks für die Stadt Rechnung tragen. Nachfolgende Fragen werden thematisiert: Wie wirken sich die Veränderungen im Altersaufbau auf die Stadt und das Handwerk aus?

Welche Altersstruktur hat das Handwerk heute? Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dem Alterungsprozess der Gesellschaft für das Handwerk? Wird das Handwerk auch zukünftig seinen Fachkräftebedarf selber decken können? Bildet das Handwerk genug und richtig aus? Welche neuen Märkte ergeben sich für das Handwerk und welche Qualifikationen werden benötigt? Wo können neue Arbeitsplätze im Handwerk entstehen, die auch für ältere Beschäftigte geeignet sind?

Beeindruckende Zahlen

Insgesamt umfasst das Handwerk in Deutschland beeindruckende Zahlen: 967.201 Betriebe, 4,806.000 Beschäftigte, 479.713 Auszubildende und 512 Milliarden Umsatz.

Dennoch sind, so „Pro3S”, nur wenige Betriebe auf alternde Belegschaften und andere Herausforderungen vorbereitet, die mit den Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung einhergehen.

Hierbei sollte man, so „Pro3S”, zum Schluss kommen, dass sich das Handwerk besonders mit den Auswirkungen des demografischen Wandels befassen müsste. Nach einer Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn haben sich jedoch lediglich drei Viertel aller Handwerksbetriebe bereits mit dem Thema des demografischen Wandels beschäftigt - deutlich weniger als im gesamten Mittelstand.

Dies zeigt nach Auffassung der Demografie-Experten, dass im Handwerk Nachholbedarf besteht, etwa in der Nachwuchsgewinnung, die die Betriebe als strategische Herausforderung begreifen müssen.

Als Hauptprobleme für die Zukunft würden von den Handwerksunternehmen der Mangel an Fachkräften und Auszubildenden, aber auch steigende Personalkosten oder die starke Alterung der Belegschaft genannt. Kleinbetriebe seien durch den demografischen Wandel in besonderer Weise betroffen. So seien einzelne Bereiche nicht attraktiv für junge Schulabgänger. Für Handwerksbetriebe sei es schwer, geeignete Nachwuchskräfte zu rekrutieren und an sich binden.

Qualifizierte Arbeitskräfte

Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit bis zum Renteneintritt sei im erlernten Beruf oftmals nicht möglich. Ältere qualifizierte Arbeitskräfte wanderten oftmals aufgrund von Perspektivmangel oder zu hoher Arbeitsbelastungen in die Industrie bzw. in unternehmensnahe Dienstleistungen ab. Allein im Handwerk müsse für über 200.000 Betriebe eine Nachfolger gefunden werden

Die Ergebnisse basieren auf einer Erhebung des IfM Bonn aus dem Herbst 2007.
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