Geilenkirchen - Händler klagen über fehlenden Umsatz

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Händler klagen über fehlenden Umsatz

Von: vm/st
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Rabatte: Für manche Einzelhändler vielleicht noch die Rettung nach dem eher durchwachsenen Geschäft mit Frühjahrs- und Sommermode. Foto: Verena Müller

Geilenkirchen. Der Frühling war verregnet und kalt, der Sommer ist noch recht zaghaft und zeigt sich nur phasenweise von seiner warmen und sonnigen Seite. Für den Einzelhandel, vor allem Bekleidungsgeschäfte und Schuhläden muss das fatale Folgen haben, müsste man meinen, vor allem, wenn man die vielen Angebote sieht.

Nicht so in Übach. „Seit dem Maiblütenfest können wir uns nicht beklagen“, sagt der Vorsitzende des Aktionskreises Pro Übach, Udo Jastrinski, auf Nachfrage. „Wir haben 30 Prozent mehr Umsatz als im vergangenen Jahr.“ Allerdings seien die Händler bereits zu dem Stadtfest mit den Preisen runtergegangen und hätten diese auch auf dem Niveau gelassen. Das, zusammen mit den nun steigenden Temperaturen, hätte zu dem positiven Ergebnis geführt. „Wir waren da auch sehr erstaunt“, sagt Jastrinski weiter.

Manfred Latour von der benachbarten Werbegemeinschaft Palenberg ist da etwas vorsichtiger: „Das schlechte Wetter hat sich im Allgemeinen schon auf den Umsatz ausgewirkt. Man hat den Eindruck, dass die Händler die Waren beinahe verschenken müssen“, meint er. „So lange so niedrige Temperaturen und Regen – das kann nicht gut sein, vor allem im Handel mit Mode und Schuhen.“

In Gangelt selbst gibt es kein Modegeschäft, Arnold Grosswardt, Inhaber von Textilien Grosswardt in Birgden, wollte sich zu diesem Thema erst gar nicht äußern.

„Die ersten drei Monate waren schwierig. Es war viel zu lange kalt, es gab zu viel Schnee“, sagt Jutta Hesmer, Inhaberin des Geilenkirchener Modehauses Schüll. „Wer kauft denn dann Sommerkleidung?“, fragt sie und erinnert sich genau an den 12. März. An diesem Tag hatte sie eine Modenschau in ihrem Haus, während es draußen heftig schneite. Im April und Mai habe man wieder aufgeholt. „Wir tun alles, um die Kunden zu begeistern. Außerdem wirkt sich die neu gestaltete Innenstadt positiv aus. Die Stadt ist richtig schön geworden“, erklärt sie. Allerdings seien die Zeiten allgemein schwieriger geworden.

Auch Sven Cüppers, Inhaber des Sportsfreund in Geilenkirchen, hat den kalten Frühling „sehr deutlich gespürt“. „Wenn die Menschen im April und Mai noch mit der Winterjacke rumlaufen, haben sie keine Lust, T-Shirts zu kaufen“, klagt er. Seit zwei Wochen allerdings erlebt er mit dem Anstieg der Temperaturen einen deutlichen Aufschwung. T-Shirts und Sommermode werden nachgefragt. „Hoffentlich wird es jetzt noch wärmer“, erklärt er.

Auch an dem Geilenkirchener Optiker Bernd Schmitz ist das kalte Frühjahr nicht spurlos vorübergegangen. Nach einem „super Januar und super Februar“ kamen die Einbrüche. Und das Wochenende der Autoschau bezeichnet er sogar als „katastrophal“. Die ganze Osterzeit sei sehr durchwachsen gewesen. Sonnenbrillen seien bislang wesentlich weniger nachgefragt worden. Nach der Schlechtwetterperiode hätten die Leute allgemein weniger Lust zum Einkaufsbummel. „Die arbeiten nach dem langen Winter im Garten oder machen Ausflüge und Radtouren. Aber jetzt zieht das Geschäft langsam wieder an.“

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