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Gute Zeichen für den Fortbestand

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Die festliche Einführung des neuen Amtsgerichtsdirektors Helmut Bongartz (rechts, mit Ehefrau Karin) übernahm Dr. Stefan Weismann (l.), Präsident des Landgerichts Aachen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Wunsch Richter zu werden hatte mit einer Niederlage begonnen. Helmut Bongartz erzählte dem Publikum davon, offen und mit Selbstironie. Runde 25 Jahre ist das her, und es war sein erster, aber nachhaltiger Kontakt mit dem Amtsgericht Geilenkirchen.

Der heute 53-jährige Jurist hatte sein Studium gerade abgeschlossen und war als Anwalt für eine Heinsberger Kanzlei tätig. Ein Zivilrechtsverfahren hatte er zu vertreten, dort, im Amtsgericht an der Konrad-Adenauer-Straße. Die damalige Vorsitzende Richterin habe ihm deutlich gemacht, dass für seine Klage äußerst geringe Erfolgsaussichten bestünden.

„Im anschließenden Urteil bestätigte sie ihre Rechtsansicht ebenso deutlich”, gestand Helmut Bongartz am Mittwoch im großen Saal des Hauses vor den zahlreichen Gästen aus dem öffentlichen Leben den ersten und verlorenen Prozess ein. In den Applaus der amüsierten Zuhörer setzte Helmut Bongartz nach: „Heute weiß ich, dass das Urteil richtig war.” Ein überraschtes „Oh!” entfuhr der Richterin Marianne Müller-Ohligschlaeger im Auditorium. Nun waren die handelnden Personen klar.

Es war einer der Wünsche des jungen Juristen damals, dieses Gericht nie mehr betreten zu müssen. Ein anderer aber, aus der Anwaltschaft in den Richterberuf zu wechseln. Jetzt ist Helmut Bongartz Direktor des Amtsgerichts Geilenkirchen.

Mitarbeiter zu begeistern

Den Weg der Karriere bis dorthin zeichnete auch Dr. Stefan Weismann nach. Der Präsident des Landgerichts Aachen erwähnte, dass Helmut Bongartz auch vertraut sei mit der Versicherungsbranche, die er juristisch vertrat. Nun sei er angekommen in einem Amtsgericht, das „stets gut in Schuss gehalten” worden sei. Die Mitarbeiter könnten dafür begeistert werden, an diesem Gericht arbeiten zu können, trotz steigender Arbeitsbelastung aller Kollegen und Angestellten. Aber die Politik bestimme die Personalausstattung, betonte Stefan Weismann.

Bürgermeister Thomas Fiedler sprach von „hervorragenden Voraussetzungen”, die er für die Zusammenarbeit zwischen Helmut Bongartz und der Stadt Geilenkirchen sehe. In seinen Dienststellen in Heinsberg und Eschweiler habe sich der jetzige Gerichtsdirektor Ansehen und Vertrauen erworben. Diese Personalentscheidung - wie auch die umfangreichen Sanierungen am Gebäude - sei für Rat und Verwaltung ein Zeichen für den Fortbestand des Amtsgerichts.

Der Vertrauensnotar im Landgerichtsbezirk Aachen, Dr. Dirk Kröncke, hegte „keinen Zweifel an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit”. Schon jetzt glänze dieses Amtsgericht mit den kürzesten Erledigungszeiten in Grundbuch- und Registersachen. Das Interesse an „reibungslosen Abläufen” sei stark ausgeprägt.

Die besondere Fähigkeit des neuen Direktors für pragmatische Lösungen stellte der Vertrauensanwalt der Rechtsanwälte im Gerichtsbezirk Geilenkirchen, Bernhard Baltes, voran. So wären „atmosphärische Störungen” zwischen Helmut Bongartz und der Anwaltschaft kaum zu erwarten.
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