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Grundstein für Studium im Loherhof gelegt

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Die Absolventen des Freshman-Years hatten Grund zur Freude: Sie erhielten ihre Zeugnisse. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Linnich. Ein Jahr lang haben fast 280 junge Menschen aus Fernost in Geilenkirchen den Grundstein für ihr Studium gelegt. Die Studentinnen und Studenten aus China, Vietnam, Indonesien, Malaysia, Japan, Mexiko, der Türkei und dem Iran bekamen durch das „Freshman-Institute“ der Fachhochschule Aachen in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Waal in Kleve in den Räumlichkeiten des Loherhof ihre Sprachkompetenz vermittelt und gehen nun mit Deutsch- und Englischkenntnissen an verschiedene Universitäten und Hochschulen in Deutschland.

Hierfür hat das Vorbereitungsjahr, das so genannte „Freshman-Year“ in Geilenkirchen und den beiden Standorten Linnich und Bedburg-Hau den Weg bereitet. Ab dem neuen Semester nehmen die zumeist an den Sachfächern Maschinenbau, Chemie, Physik, Mathematik und VWL interessierten jungen Leute das Studium in Angriff.

Den einjährigen Crash-Kurs in dem die Studenten die deutsche Sprache erlernten und Praktika an Forschungsstätten sowie Laboren und Werkstätten der FH Aachen absolvierten haben die Frauen und Männer hinter sich und die ersten Prüflinge erhielten am Freitag ihre Zeugnisse. Die damit verbundene Abschlussprüfung berechtigt nun zu einem Studium in Deutschland. Etliche Studenten waren bereits in ihr Heimatland geflogen, um dort die Ferien mit ihrer Familie zu verbringen.

Rund 50 junge Menschen nahmen noch an der Graduation Ceremony 2013 in der ehemaligen Kapelle im Loherhof in Geilenkirchen teil. „Vor nicht einmal einem Jahr sind Sie mit vielen Hoffnungen, Träumen, aber auch vielleicht Ängsten in die Fremde nach Deutschland gekommen. Aus Städten mit mehreren Millionen Einwohnern in die Metropolen Geilenkirchen, Linnich und Bedburg-Hau“, erinnerte Professor Alexander Kern von der FH Aachen die Absolventen an ihre Anfänge. Nach dieser Zeit seien die jungen Frauen und Männer nicht nur akademisch, sondern auch persönlich gereift und hätten ihren Abschluss bekommen. Viele von ihnen hätten nun einen „Haushaltsführerschein“ gemacht, durch den sie nachweisen würden, dass sie nun Wäsche waschen und ihr Zimmer sauber halten könnten.

Mülltrennung und Pfandsystem

„Nicht zu vergessen - als deutsche Spezialität - dass Sie die Mülltrennung und das grandiose deutsche Pfandsystem beherrschen“, so Kern. „Ich befürchtete, dass dies fast schwerer zu erlernen war als alles andere“, sagte der Professor schmunzelnd. Kern blickte noch einmal auf die Ereignisse im zurückliegenden Jahr und schaute nach vorne: „Einige von Ihnen werden an der FH Aachen in Jülich ihr Studium aufnehmen, andere gehen an die Universität Duisburg-Essen, wieder andere an die Hochschule Rhein-Waal und die Hochschule Südwestfalen.“

Weitere hätten sogar die Möglichkeit sich an allen Universitäten in Nordrhein-Westfalen zu bewerben. Das Freshman-Institute bilde inzwischen für alle klassischen Fachbereiche aus. Das seien neben den Ingenieurstudiengängen auch für Wirtschaft, Medizin und Geisteswissenschaften.

„Es ist sicherlich nicht einfach, viele Jahre, noch als junger Mensch im Ausland zu sein, getrennt von der Familie und vielen Freunden. Sie haben diesen Mut bewiesen, das ist unglaublich toll“, endete Professor Alexander Kern seine Rede und wünschte den Absolventen viel Glück und Erfolg für die Zukunft. Neben Kern ergriffen auch Sr. Angelika Haselhuhn (FH Aachen) sowie die Professoren der Hochschule Rhein-Waal Thorsten Brandt und Dirk Untiedt und fünf Absolventen aus verschiedenen Ländern das Wort. In zwei Wochen werden die jungen Frauen und Männer der zweiten Prüfung verabschiedet.

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